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Sonntag, 27. Oktober 2013

Schönes Deutsch: Verben, die den Genitiv fordern



Im heutigen Deutsch gibt es nur noch wenige Verben, die vom Genitiv regiert werden, der Objektsgenitiv ist also fast verschwunden. Einige Verben mit Genitiv sind jedoch noch erhalten geblieben und zählen gewöhnlich zur gehobenen Sprache (teils juristischer Sprachgebrauch). Und hier sind die meisten davon:

der Kriegstoten gedenken, vieler Erklärungen bedürfen, jeder Logik entbehren, seines Weges gehen, eines natürlichen Todes sterben

sich eines Navigationsgerätes bedienen, sich eines großen Erfolges rühmen, sich seiner großen Taten brüsten, sich seines schlechten Benehmens schämen (aber auch: sich für sein schlechtes Benehmen schämen), sich seiner Kleidung/seiner Pflichten entledigen, sich eines Kommentars enthalten, sich eines besonderen Erlebnisses/eines früheren Freundes erinnern (aber auch: sich an ein besonderes Erlebnis/an einen früheren Freund erinnern), sich einer Sache entsinnen, sich des Projekts/des Kindes annehmen, sich des Geldkoffers bemächtigen, sich einer Sache erbarmen, sich seines Wohlwollens vergewissern, sich bester Gesundheit erfreuen, sich einer Strafe entziehen

jemanden eines Besseren belehren, jemanden eines Bankraubs verdächtigen, jemanden des Mordes bezichtigen, jemanden der fahrlässigen Tötung beschuldigen, jemanden des Betrugs überführen, jemanden des Diebstahls anklagen, jemanden seiner Zukunft berauben, jemanden seines Amtes entheben, jemanden seiner Taten würdigen

sich seiner Schuld/seines Versagens bewusst sein, sich seiner Verantwortung/seines Fehlers bewusst werden

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