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Mittwoch, 12. Februar 2014

Am 12.03.2014 bei DaF im METROPOLIS Kino: DAS WOCHENENDE



Jüngere deutsche Geschichte als Thema bei DaF im März 2014 mit Nina Grosses starkem Drama DAS WOCHENENDE über den RAF-Terroristen Jens (Sebastian Koch), der nach 18jähriger Haft zur Feier seiner Entlassung von früheren Weggefährten in einem Wochenendhaus in Brandenburg empfangen wird.  

Die ehemaligen Gesinnungsgenossen sind Jens` Schwester Tina (Barbara Auer), seine Ex-Freundin Inga (Katja Riemann), die mit ihrem jetzigen Ehemann Ulrich (Tobias Moretti) erscheint, sowie Henner (Sylvester Groth), der über die RAF-Zeit ein Buch verfasst hat. Schon bald wird klar, dass sich die ehemaligen Freunde mittlerweile sehr gut mit dem Kapitalismus arrangiert haben, während Jens weiterhin den alten Idealen nachhängt und keinerlei Reue zeigt. Er will nur herausfinden, wer ihn damals verraten hat, ohne zu wissen, dass ihn dieser Verrat das Leben gerettet hat. Als Gregor (Robert Gwisdek), der gemeinsame Sohn von Jens und Inga, dazu stößt, eskaliert die Situation ….

Kraftvolles und spannendes Schauspielerkino, in dem besonders Katja Riemann und Robert Gwisdek herausragen.

„Katja Riemann spielt diese Frau wie eine unruhige Katze, die alle Unannehmlichkeiten zu umschleichen versucht und trotzdem immer bereit zum Angriff ist. Es ist, als ob etwas in ihr brodelt, und man weiß nie, ob sie das Ventil zu öffnen oder für immer zu verschließen versucht.“ Spiegel online

„Gwisdeks Spiel ist überraschend und eindringlich. Wie er da sitzt und seine Anklage ausspuckt, die er seit Jahren loswerden will, wiederholt er die Gefühle seiner Eltern: deren tiefes Unverständnis für den gewählten Weg der eigenen Eltern, das Nichtauseinandersetzen-Wollen mit der NS-Vergangenheit, das Schweigen.“ Die Zeit
Weitere Pressestimmen:

"Eine packende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bernhard Schlink über das Scheitern von Träumen, über Schuld und nicht gelebte Liebe. Mit großartigen Schauspielern..." BRIGITTE

"Das dialogintensive Drama bietet eine erstklassige schauspielerische Ensembleleis­tung und brodelt vor innerer Spannung. ... Ein stimmiges Generationenporträt, aufwühlend und schmerzhaft." CINEMA

„Das Wochenende stellt die brisante Frage noch einmal, wie sich das Private und das Politische wechselseitig bedingen. Packend zu sehen, dass die Unerbittlichkeit des Sohnes der seines Vaters gleicht. Doch der Film hält ein Ende bereit, das in Blicken, Gesten und Andeutungen dafür plädiert, dass die Gäste dieses Treffens einander auf Augenhöhe zu begegnen gelernt haben. Ohne Gewalt übrigens.“
epd-film

„An diesem «Wochenende» kommen Denken und Handeln einer utopiesüchtigen Bewegung in der entideologisierten Gegenwart an: weder krachend scheiternd noch geläutert eifernd, sondern zögernd tastend – teils störrisch, teils resigniert. Was die ernüchterten Altersgenossen ratlos macht, wie sie mit diesem Relikt ihrer eigenen Geschichte umgehen sollen. Ein RAF-Film auf der Höhe der Zeit: Keine Rückschau, sondern eine subtile Studie, wie die Biographie eines in die Irre Gegangenen ans Hier und Jetzt anknüpfen kann – das Porträt des Terroristen als gealtertem Mann.“ kunst + film

Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)

Am 12.03.2014 um 19.00 Uhr bei DaF im METROPOLIS Kino:

DAS WOCHENENDE
Deutschland 2012
Regie: Nina Grosse
Lauflänge: 93 Minuten

Mehr Informationen zu unserer Filmreihe DaF finden Sie auch beim Filmteam Colón auf Facebook

Trailer

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