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Samstag, 28. Juni 2014

Hochkarätiger METROPOLIS-KINOSOMMER und viele weitere Highlights im Juli-Programm: Unsere Tipps.

„An einem offenen Paradiesgärtchen geht der Mensch gleichgültig vorbei 
und wird erst traurig, wenn es verschlossen ist.“  
Gottfried Keller

Was liegt näher, als im Sommer, wenn alles blüht und grünt und die Natur in ihrer ganzen Fülle erlebt werden kann, ein Kinoprogramm zu machen, das sich den Pflanzen, den Parks und Gärten im Film widmet? Das METROPOLIS hat genau das getan (warum ist eigentlich sonst noch niemand vorher auf diese Idee gekommen?) und in den Filmreihen FLORA@LABORA – PFLANZEN VOR DER KAMERA und SOZIALES GRÜN – PARKS UND GARTENKULTUR IM FILM diverse filmische Leckerbissen zusammengestellt.

Absolutes Highlight ist dabei am 6. Juli um 19 Uhr das Filmkonzert zu dem wunderschönen Stummfilm DAS BLUMENWUNDER: Dreizehn Musiker der norddeutschen Sinfonietta begleiten die Filmvorführung mit der vom Kieler Komponisten Christian Gayed auf die Filmkopie eingerichteten überlieferten Musikfassung von Eduard Künneke. In unserem Blogpost zum BLUMENWUNDER erhalten Sie weitere Infos.  
Weitere Höhepunkte, in einem Programm, in dem jeder Film einen Besuch wert ist, sind Stephan Frears GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN (GB/USA 1988) mit Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer, Stanley Kubricks BARRY LYNDON (GB 1975 - ein Muss!), Ang Lees SINN UND SINNLICHKEIT (USA/GB 1995), Xavier Kollers GRIPSHOLM (D 2000, die Entstehungsgeschichte der SOMMERGESCHICHTE von Kurt Tucholsky), Derek Jarmans THE GARDEN (GB/D 1990), die Dokumentarfilme DIE UNAUFHÖRLICHE STADTPARKLUST (D 2010, Regie: Jürgen Kinter – der Film wird zur Eröffnung von SOZIALES GRÜN am 1.7. um 19 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt) und Frederick Wisemans CENTRAL PARK (USA 1989) u.v.m.

Das gesamte Programm entnehmen Sie gern den drei folgenden Bildern (zur Vergrößerung anklicken) und der Webseite des METROPOLIS.

Und dann heißt es im Juli (und August): Kino- statt Parkbesuch (oder auch Kino- nach dem Parkbesuch)! 
 
 

Auch unsere Filmreihe DaF gibt sich am 16. Juli um 19 Uhr mit HANNAS REISE (D 2013, Regie: Julia von Heinz) sommerlich. Die ehrgeizige Hanna (Karoline Schuch) benötigt für ihre berufliche Karriere noch den Nachweis, dass sie sich ehrenamtlich und sozial engagiert hat. Das hat sie bisher jedoch niemals getan und so versucht sie, von ihrer Mutter ohne Einsatz eine Bescheinigung zu erhalten. Als diese sich jedoch weigert, muss Hanna tatsächlich ein soziales Praktikum in einem Behindertendorf in Tel Aviv antreten …. Soeben wurde der Film noch in New York bei KINO! FESTVAL OF GERMAN FILMS gefeiert, am 16.7. können Sie sich selbst ein Bild von der Qualität dieses neuen deutschen Films machen.  

 „Voller Empathie und in stimmungsvollen, sonnenwarmen Bildern erzählt.“ SPIEGEL ONLINE
In diesem Blogpost gibt es mehr Infos und den Trailer. 

In 33 JAHRE PETER SEMPEL würdigt das METROPOLIS im Juli den Hamburger Regisseur, Fotografen und Autor PETER SEMPEL .Folgende Filme sind zu genießen: DANDY (BRD 1988), FLAMENCO MI VIDA (D 2008), JONAS IN THE DESERT (D 1994), KAZUO OHNO – JUST VISITING THIS PLANET (D 1991), LEMMY (ja, genau DER – D 2002) sowie NINA HAGEN – PUNK + GLORY (D 1999). Und auch die taz wusste Sempel im März dieses Jahres zu würdigen: „Sempel begann Filme zu machen, weil er Bilder zu all der Musik machen wollte, die ihn begeistert. In seinen Filmen kann man immer wieder etwas von Verdi, Bach, Mozart und Schubert hören, aber die interessanteren Menschen machten andere Musik, nämlich: Punk.“ 

Entnehmen Sie weitere Infos zu den Filmen und die einzelnen Termine bitte der Webseite des METROPOLIS unter THEMEN.  

PETER SEMPEL wird zudem am 9.7. um 19 Uhr beim WERKINTERVIEW FILMKUNST zu Gast sein und daran anschließend seinen Film DIE AMEISE DER KUNST (D 2011/14) präsentieren.

Musikalisch geht es im Juli auch bei dokART zu. In der überaus spannenden Filmreihe, die allmonatlich den Beweis antritt, dass Dokumentarfilme auch künstlerisch überaus wertvoll sein können, werden die folgenden Filme gezeigt: Am 7.7. um 21.15 Uhr 498, THIRD AVENUE (BRD 1967/68, Regie: Klaus Wildenhahn) und der Kurzfilm SUSANNE TANZT (BRD 1979, Regie: Edgar Reitz) sowie am 17.7. um 19 Uhr Frederick Wisemans LA DANSE – DAS BALLETT DER PARISER OPER (F/USA 2009). Auf der Webseite von dokART finden Sie alles Weitere zu den Filmen.  

Auch zwei spannende PREMIEREN erwarten Sie im Juli im METROPOLIS: Am 2. und 4.7. persona non data (D 2014, Regie: Doro Carl), in dem vierzehn Menschen die Geschichte ihrer Flucht aus der Heimat erzählen, sowie der französische Film 2 HERBSTE 3 WINTER (F 2013, Regie: Sébastien Betbeder), ein Spielfilm über die gesellschaftliche Verwirrung der Generation der 30- bis 40- Jährigen (mehrere Termine ab dem 3.7.).

Auf der Webseite der Regisseurin Dorothea Carl gibt es Infos sowie den Filmtrailer zu persona non data.

Hochklassiges bieten erneut auch die Filmreihen SOULFOOD CINEMA mit STROMBOLI, TERRA DI DIO (I 1950, Regie: Roberto Rossellini) am 20.7. um 17 Uhr und TÄTER-OPFER-WIDERSTAND mit FRITZ BAUER – TOD AUF RATEN (D 2010, Regie: Ilona Ziok) am 13.7. um 17 Uhr.  

Fortgesetzt wird die Retrospektive PIER PAOLO PASOLINI. Im Juli sind noch folgende Filme Pasolinis im Programm: ARABIAN NIGHTS (I 1974), DECAMERON (I 1970), NOTIZEN FÜR EINE AFRIKANISCHE ORESTIE (I 1970), PASOLINIS TOLLDREISTE GESCHICHTEN (I 1972) sowie SÀLO ODER DIE 120 TAGE VON SODOM (I 1975). Mehr dazu beim METROPOLIS unter Themen. 

Neu im Programm ist im Juli die Werkschau ERICH ENGEL mit den Filmen … NUR EIN KOMÖDIANT (A 1935), AFFÄRE BLUM (D/OST 1948), DER FRÖHLICHE WEINBERG (D 1952), FÜNF VON DER JAZZBAND (D 1932), MÄDCHENJAHRE EINER KÖNIGIN (D 1936), PYGMALION (D 1935) und VIEL LÄRM UM NIXI (D 1942).  

Die Termine für diese Filmvorführungen sowie alle weitere Filme und Termine im Juli 2014 finden Sie beim METROPOLIS unter Themen.
Wir sind eigentlich sicher, dass Sie im Juli den schönen Kinosaal des METROPOLIS Kinos einige Male betreten werden, und hoffen, dass wir Ihnen einige Tipps geben konnten! Und wir wünschen einen sehr schönen Kinomonat!
Antony and the Johnsons mit THE SPIRIT WAS GONE aus KAZUO OHNO – JUST VISITING THE PLANET von Peter Sempel.
 
Am leuchtenden Sommermorgen
Geh ich im Garten herum.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
Ich aber, ich wandle stumm.

Heinrich Heine
 

Freitag, 20. Juni 2014

DAS BLUMENWUNDER: #Filmkonzert am 6. Juli im METROPOLIS Kino Hamburg


Wir freuen uns sehr, auf diese ganz besondere Filmveranstaltung am 6. Juli 2014 im Metropolis Kino Hamburg hinweisen zu können: Stummfilm DAS BLUMENWUNDER (D 1922-25, Regie: Max Reichmann), musikalisch begleitet von den Musikern der norddeutschen Sinfonietta, die die vom Kieler Komponisten Christian Gayed auf die Filmkopie eingerichtete überlieferte Musikfassung von Eduard Künneke vortragen werden.

DAS BLUMENWUNDER, eine symphonische Filmkomposition über das Leben und das Sterben der Blumen, ist ein Film von außerordentlicher Schönheit, der im Zeitrafferverfahren Pflanzenbewegungen sichtbar macht und dem allegorische Tanzszenen hinzugefügt wurden. 1926 in Berlin uraufgeführt, wurde der Film von Kritikern und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen. So schrieb Rudolf Arnheim (erschienen in Film als Kunst, Berlin 1932): "Der aufregendste, phantastischste und schönste Film. der je gedreht wurde.

Vor dem Filmkonzert gibt Dr. Ines Lindner eine Einführung zur Entstehung und Bedeutung des Films. 

Entnehmen Sie weitere Informationen der Abbildung und reservieren Sie Ihre Eintrittskarten beim METROPOLIS Kino unter:
Telefon: 040/34 23 53

Wir haben das schon gemacht und freuen uns sehr auf diesen Abend!
Filmkonzert DAS BLUMENWUNDER
Sonntag, 6. Juli, 19 Uhr

Und wenn Sie mögen, lesen Sie hier einen Essay (Englisch) über die Time-Lapse-Kinematographie in den frühen 20er Jahren am Beispiel des Films DAS BLUMENWUNDER: “Film-Symphonie vom Leben und Sterben der Blumen”: Plant Rhythm and Time-Lapse Vision in Das Blumenwunder. 

Mehr Sommerkino mit Pflanzen, Parks, Gartenkultur gibt es im Juli und August in der vorzüglich zusammengestellten Reihe SOZIALES GRÜN - PARKS UND GARTENKULTUR IM FILM (Programm siehe unten). 
 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Colón-Kinoabend DaF im METROPOLIS KINO im Juli 2014: HANNAS REISE



Bei DaF am 16. Juli zeigen wir mit HANNAS REISE ein wirklich schönes Kinoerlebnis mit stimmungsvollen Bildern und einer sensibel gespielten Selbstfindungsgeschichte. Und auch Humor und Romantik kommen nicht zu kurz.

Hanna (Karoline Schuch), BWL-Studentin aus Berlin mit Karriere-Ambitionen, benötigt in ihrem Lebenslauf noch den Nachweis ein wenig sozialen Engagements und selbstloser Nächstenliebe, denn eine ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich vermag die beruflichen Möglichkeiten zu verbessern. Doch ihre Mutter  Uta (Suzanne von Borsody), Leiterin von „Aktion Friedensdienste“ für Israel, weigert sich, Hanna eine Bescheinigung auszustellen, und so ist diese gezwungen, tatsächlich ein soziales Praktikum in einem Behindertendorf in Tel Aviv anzutreten. Alles andere als begeistert, und nur mit dem Trost "Juden kommen immer gut, und behinderte Juden zählen doppelt", begibt sie sich für einige Wochen nach Israel. Es wird eine Reise in die Selbsterkenntnis …..

„Der Regisseurin Julia von Heinz ist ein verblüffend unangestrengter Film über einen deutsch-israelischen Kultur-Clash gelungen. Mit viel dramaturgischem Geschick folgt sie ihrer Titelheldin auf einem Weg der Erkenntnis. Aus Berührungsängsten und Vorurteilen entwickelt Heinz feine Pointen und bewegende Momente.“ SPIEGEL

„Julia von Heinz gelingt in dieser intelligenten Tragikomödie für Herz und Hirn der Spagat zwischen Humor und Ernsthaftigkeit, Vergangenheit und Gegenwart, zwischen abgerissener Geschichtsschreibung und persönlicher Annäherung.“ BLICKPUNKT FILM

„Von der vermüllten Friedensdienstler-WG über die offen strukturierte Behinderteneinrichtung bis zu den Ausflügen ins Nachtleben Tel Avivs sucht und findet Julia von Heinz Locations und Bilder jenseits gängiger Israel-Klischees und lässt ihren Film immer wieder frei in der fremden Umgebung atmen.“ EPD FILM

"HANNAS REISE vereint die in den beiden Kulturen unterschiedliche Aufarbeitung des Holocaust mit den persönlichen Sorgen junger Erwachsener aus Deutschland und Israel. Regisseurin Julia von Heinz zeigt realitätsnah, wie es junge Menschen (über-)fordern kann, sich beidem gleichzeitig zu stellen." BERLINER-FILMFESTIVALS.DE

Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center

DaF im METROPOLIS Kino am 16.07.2014, 19.00 Uhr

HANNAS REISE
Deutschland 2013
Regie: Julia von Heinz
Lauflänge: 100 Minuten

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