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Samstag, 30. August 2014

Unsere Tipps für das METROPOLIS Kino im September




September, das heißt in Hamburg alljährlich FILMFEST HAMBURG, und in diesem Jahr startet unser Lieblingsfilmfestival am 25.9. Unter den sechs Festivalkinos befindet sich auch das METROPOLIS und ab dem 26.9. heißt es dort bis einschließlich 4.10. FILMFEST HAMBURG pur. Alles Weitere zum FILMFEST HAMBURG erfahren Sie auf der Webseite  des Festivals, wo in Kürze auch das komplette Programm veröffentlicht wird. Die erste Preisvergabe des diesjährigen Filmfests steht auch schon fest: Den DOUGLAS-SIRK-Preis erhält in diesem Jahr der Hamburger Regisseur Fatih Akin, dessen aktueller Film THE CUT gerade Weltpremiere bei den 71. Internationalen Filmfestspielen von Venedig feiert(e). THE CUT wird beim seine FILMFEST HAMBURG Deutschland-Premiere haben.

Und das ist der tolle Trailer des Filmfests:
Unsere Filmreihe DaF ist schon am 10.9. um 19.00 Uhr dran und wir zeigen Ihnen mit BANKLADY einen Hamburger Film, der im vorigen Jahr beim FILMFEST HAMBURG seine Premiere feierte. BANKLADY ist die Geschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands, Gisela Werler (gespielt von Nadeshda Brennicke), die in den 1960er Jahren mit ihrem Geliebten Hermann Wittorff (gespielt von Charly Hübner) insgesamt neunzehn Banken überfiel und dabei 453.000 Mark erbeutete, spannend in Szene gesetzt von Regisseur Christian Alvart. Entnehmen Sie nähere Infos gern unserem Blogpost  zu DaF im September 2014. Dort können Sie sich auch den Trailer ansehen. 

„This cunning and exciting film is yet another brilliant film from Germany`s new face of cinema.” Examiner


Am 9.9. wird AFRIKA VIS-Á-VIS eröffnet, das mit Spiel- und Dokumentarfilmen einen hoffentlich ausreichend selbstkritischen Blick auf die Präsenz und das Selbstverständnis von Europäern in Afrika wirft und auch die Erfahrungen von afrikanischen Migranten in Europa beleuchtet. Zur Einstimmung auf AFRIKA VIS-Á-VIS stellt der Regisseur Peter Krüger am 9.9. um 19.00 Uhr seinen Film N – THE MADNESS OF REASON (B 2014) persönlich vor. Bis zum 14.10. hat das METROPOLIS zehn weitere Filme zum Thema im Programm, deren Vorführung teils von Publikumsgesprächen und Paneldiskussionen begleitet wird. U.a. dabei Ulrich Köhlers SCHLAFKRANKHEIT (D 2010) am 14.10. um 19.00 Uhr (+ Paneldiskussion WEM NUTZT ENTWICKLUNGSHILFE?) sowie am 23. und 25.9. Jan Zabeils DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH (D 2011). Am 23. wird der Regisseur zu Gast sein. Das gesamte Programm von AFRIKA VIS-Á-VIS entnehmen Sie bitte der Themenseite des METROPOLIS.

Auch SOULFOOD CINEMA – EXILE befasst sich im September im Film LAMPEDUSA IN ST. PAULI (D 2013) mit dem Thema Migration. Der Regisseur Rasmus Gerlach wird am 7.9. um 19.00 Uhr zu Gast sein.

Vom 12. bis zum 21.9. steht das Programm im METROPOLIS im Zeichen des aktuellen Italienischen Films. Feierlich eröffnet wird CINEMA! ITALIA! einen Tag nach dem offiziellen Startschuss mit dem Film L`INTREPIDO (DIE LEICHTIGKEIT DES GLÜCKLICHSEINS – I 2013). Sehr erfreulich: Regisseur Gianni Amelio wird zu Gast sein. Insgesamt können Sie sechs neue italienische Filme entdecken. Die einzelnen Titel sowie die Spielzeiten entnehmen Sie gern der Themenseite  des METROPOLIS.

Am 30. Juli verstarb der Filmemacher Harun Farocki im Alter von 70 Jahren. Das METROPOLIS erinnert im September mit drei seiner filmische Arbeiten in der HOMMAGE AN HARUN FAROCKI an einen der wichtigsten Essayfilmer. Am 8.9. um 21.15 Uhr mit DIE WELT DES VORSITZENDEN: HOMMAGE AN HARUN FAROCKI (DIE FÜHRENDE ROLLE, D 1994 + ERNSTE SPIELE 1-4, D 2010) sowie am 15.9., ebenfalls um 21.15 Uhr, ETWAS WIRD SICHTBAR (BRD 1982). Der Filmhistoriker Thomas Tode wird an beiden Abenden eine Einführung geben.
Lesen Sie hier beim TAGESSPIEGEL  einen Nachruf auf Harun Farocki. 

Farocki war vor allem ein Dokumentarfilmer, also insbesondere in einer Filmgattung zu Hause, die in den Kinos auch weiterhin etwas stiefmütterlich behandelt wird, vor allem natürlich in den Multiplexen, die damit eher wenig Vielfältigkeit beweisen. Dass Dokumentarfilme neben ihrem informativen Charakter auch künstlerisch wertvoll sein können und durchaus ein größeres Publikum verdient hätten, kann man im METROPOLIS allmonatlich in der Reihe dokART (aber nicht nur in dieser Filmreihe) erleben. Am 4.9. um 19.00 Uhr jedoch überrascht dokART mit einem Spielfilm und zeigt das Debüt von Jim Jarmusch PERMANENT VACATION (USA 1980), die Erkundungsreise Manhattans durch den jungen Protagonisten Allie. Im Anschluss daran wird es um 21.15 Uhr mit Céline Danhiers Film BLANK CITY (USA 2010) allerdings wieder dokumentarisch. BLANK CITY beleuchtet die Kulturszene New Yorks Ende der 1970er Jahre und die Entstehung des NO WAVE CINEMA bzw. CINEMA OF TRANSGRESSION und ist eine vorzügliche Ergänzung zu Jarmusch` PERMANENT VACATION. An diesem Abend sollte man sich ein wenig mehr Zeit fürs Kinoerlebnis freihalten. 

Am zweiten dokART-Abend im September kommen die Freunde des Punk auf ihre Kosten. Don Letts` PUNK: ATTITUDE (USA 2005) wird am 18.9. um 19.00 Uhr gezeigt und verspricht nicht nur Fans der MC5 und THE STOOGES spannende und informative Unterhaltung, wenngleich auch dieser Film selbstredend nicht die ganze Bandbreite der Punkbewegung in allen ihren Facetten der Musik, Mode und Ideologie abdecken kann. Aber Jim Jarmusch kommt auch zu Wort. Auf der Webseite von dokART erfahren Sie mehr zu den Filmen und können sich auch die Trailer ansehen.

Amerika von einer anderen Seite veranschaulichen die Filme des amerikanischen Regisseurs Sam Peckingpah, der sich in seinem Werk immer wieder mit den Themen Gewalt und Moral auseinandersetzte und durch seinen visuellen Stil der Abbildung von Gewalt u.a. Quentin Tarantion beeinflusst hat. Das METROPOLIS zeigt in der Reihe LATE NIGHT MOVIES jeweils zu später Stunde um 21.15 Uhr bzw. 21.30 Uhr seine Filme THE WILD BUNCH (USA 1969), STRAW DOGS (USA 1971), ABGERECHNET WIRD ZUM SCHLUSS (USA 1970) und DAS OSTERMAN-WEEKEND (USA 1983). Die Termine finden Sie auf der Themenseite des METROPOLIS. 

„Well, killing a man isn`t clean and quick and simple. It`s bloody and awful. And maybe if enough people come to realize that shooting somebody isn`t just fun and games, maybe we`ll get somewhere.” Sam Peckingpah

Unser letzter Tipp gilt der Reihe FILMLAND POLEN, die ab September auch wieder im METROPOLIS vertreten ist und am 7.9. um 17.00 Uhr mit dem Spielfilm TRAFFIC DEPARTMENT (Polen 2013, Regie: Wojciech Smarzowski) in den Herbst startet. Weitere Filme im September: AUGUSTHIMMEL, 63 TAGE DES RUHMS (8.9. um 10.00 Uhr), Andrzej Wajdas DER KANAL aus dem Jahr 1957 (14.9. um 17.00 Uhr) und das Doppelprogramm DER AUFSTAND DER EINFACHEN LEUTE und TAGEBUCH DES WARSCHAUER AUFSTANDES am 23.9. um 17.00 Uhr. Mehr zur Filmreihe FILMLAND POLEN erfahren Sie auf der Webseite  des FESTIVALS DES POLNISCHEN FILMS.

Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem wie immer vielfältigen und ausgezeichneten Monatsprogramm des METROPOLIS. Es gibt noch einiges mehr zu entdecken. Dazu bitten wir Sie, einen genaueren Blick auf die Themenseite des METROPOLIS zu werfen, wo alle Filmreihen nach Themen geordnet aufgeführt sind. Und wir wünschen einen sehr schönen Kinomonat!

Unser Bonbon zum Schluss schmeckt nach Punk: THE CLASH und BANKROBBER – Womit dann auch eine Verbindung zu unserem DaF-Film BANKLADY hergestellt wäre.


Donnerstag, 14. August 2014

DaF im METROPOLIS Kino im September 2014: BANKLADY



 
BANKLADY, die Geschichte von Deutschlands Bonnie & Clyde, bei DaF am 10.09.2014 um 19 Uhr im METROPOLIS Kino.

Hamburg war nicht nur die erste deutsche Stadt, in der Frauen als Busfahrerinnen arbeiten konnten (das ist seit 1972 möglich), Hamburg hatte auch die erste Bankräuberin Deutschlands. Ihr Name: Gisela Werler. In den 1960er Jahren überfiel Gisela Werler (im Film dargestellt von Nadeshda Brennicke) mit ihrem Liebhaber Hermann Wittorff (Charly Hübner) insgesamt neunzehn Banken und wurde als BANKLADY berühmt. Ihre stolze Beute: 453.000 Mark.

Der Regisseur Christian Alvart hat Gisela Werlers Geschichte packend verfilmt und ihre Wandlung von der scheuen jungen Frau, die im Alter von 30 Jahren noch bei ihren Eltern wohnt, zu einer selbstbewussten Bankräuberin glaubwürdig inszeniert.

Ein spannender deutscher Film mit viel Hamburg-Kolorit, gelungener 1960er-Ausstattung, prima Darstellern und interessanten Stilmitteln (beispielsweise Split Screens). Popcorn-Kino made in Germany!

“This cunning and exciting film is yet another brilliant film from “Germany’s new face of cinema.” Examiner

 „Meist gelingt es Alvart mit „Banklady“ souveränes deutsches Genrekino zu inszenieren, flirrend inszeniert, toll ausgestattet und oft auch etwas, dass deutsches Kino nur allzu selten ist: Sexy.“ Michael Meyns, Programmkino.de

„Banklady ist über die Erzählung einer reinen Krimi­nal­ge­schichte hinaus ein freches Loblied auf Freiheit, Eman­zi­pa­tion und auf Selbst­ver­wirk­li­chung. Besonders sympa­thisch ist der Film dadurch, dass noch nicht einmal die 
Prot­ago­nisten selbst ihre eigene Geschichte zu ernst nehmen.“  
Gregor Torinos, Artechock

“This film is freaking brilliant. A wonderful mix of crime, biography, romance and 60's kitsch this film. It’s the rarest of the rare today a film that has both form and substance. You gotta go see this.” unseenfilms.blogspot.com

BANKLADY
Deutschland 2013
Regie: Christian Alvart
Lauflänge: 117 (spannende) Minuten


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