Mittwoch, 18. Mai 2016

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK am 15.6. bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg



DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK ist ein bedeutendes Werk der Weltliteratur. Anne Frank führte das Tagebuch vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944, und zwar zunächst in der elterlichen Wohnung in Amsterdam (damals war Anne Frank 13 Jahre alt), wohin die Franks aus Frankfurt emigriert waren. Doch schon bald war die jüdische Familie in den von den Nazis besetzten Niederlanden nicht mehr sicher und gezwungen, sich ab dem 6. Juli 1942 im Hinterhaus der Firma des Vaters Otto Frank in der Amsterdamer Prinsengracht zu verstecken. 

Die Familie hielt sich dort auf nur 50 Quadratmetern bis zu ihrer Verhaftung und Einweisung in verschiedene Konzentrationslager am 4. August 1944 zusammen mit vier weiteren Personen auf und der Großteil der Aufzeichnungen des Tagebuches stammt aus dieser Zeit. Anne Frank beschrieb vor allem ihren Alltag im engen Versteck, die Konflikte zwischen den Bewohnern, aber auch ihre Gefühle als heranwachsendes junges Mädchen, das seine Sexualität entdeckt.


Anne Franks Tagebuch wurde mehrmals verfilmt, die erste rein deutsche Produktion erschien in diesem Jahr. Wir zeigen Hans Steinbichlers zeitgemäß und bewegend inszenierten Film DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK mit der großartigen Lea van Acken in der Titelrolle am 15. Juni 2016 in unserer Filmreihe DaF im METROPOLIS Kino. Und Steinbichler ist der erste Filmemacher, der sich wirklich ganz eng am Original-Tagebuch orientiert und damit Anne Frank sehr authentisch beschreibt als ein Mädchen mit seinen Ängsten, seinen Sehnsüchten, Träumen und seinen Zukunftsplänen in einer Zeit, deren Umstände Hoffnung eigentlich kaum zuließen.  

„Entstanden ist so ein Film von großer Intensität. Ein Film, der einen in Annes Welt förmlich hineinzieht. In ihre subjektive, ebenso immer irgendwie humorvolle wie bisweilen tieftraurige Sicht der Dinge. In ihre Gefühlswelt eines pubertierenden Mädchens, das zu schnell erwachsen werden muss. In ihre jüdische Identität. Und auch und gerade in ihre unbändige Lebensfreude, die ihr so brutal geraubt wird.“ N-tv 


„Otto Frank, der als einziger der Bewohner des Hinterhauses überlebte, setzte sich mit der Veröffentlichung des Tagebuchs zum Ziel, dass die Menschen von der Geschichte seiner Tochter erfahren. DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK entspricht diesem Wunsch auf berührende und ehrliche Weise. Ein wichtiger und bewegender Film über ein Schicksal, das bis heute berührt, mahnt und wachrüttelt. Und das heute aktueller denn je ist.“ Deutsche Film- und Medienbewertung, FBW, PRÄDIKAT BESONDERS WERTVOLL  

„Umso großartiger, dass Regisseur Hans Steinbichler und Autor Fred Breinersdorfer, der auch schon das Drehbuch zum Oscar-nominierten „Sophie Scholl“-Film schrieb, dieser schweren Aufgabe voll und ganz gerecht geworden sind, in inhaltlicher und in filmischer Weise. "Das Tagebuch der Anne Frank" ist ein herausragender Kinofilm, bewegend gespielt, hochsensibel inszeniert. Ein würdiges filmisches Denk- und Mahnmal.“ Programmkino.de 


„Bisherige Verfilmungen waren gut, diese neue Produktion überragt sie aber. Nicht, weil sie technisch so viel besser wäre, sondern weil sie Elemente beinhaltet, die früher nicht zur Verfügung standen. Wo Anne Frank bislang romantisierend verklärt wurde, erlaubt sich Hans Steinbichlers  Werk einen authentischeren Blick auf das Mädchen. So befasst er sich nicht nur mit ihrer erwachenden Sexualität, sondern auch den Konflikten mit ihrer Mutter, die alles war, was Anne Frank nicht sein wollte. Dabei steht der Film nicht immer auf Annes Seite, sondern zeigt auch, wo sie sich daneben benimmt – wie es junge Menschen im Alter von 14 oder 15 Jahren eben auch tun. Das ist ohnehin die ganz große Stärke dieses Films: Er versteht es, dem Publikum die Schrecken des Nationalsozialismus anhand einer einzigen Familie näherzubringen. Das Grauen wird auf den Mikrokosmos einer winzig-kleinen Wohnung verdichtet, ist dadurch aber emotional weit stärker nachfühlbar. Noch immer gilt: Annes Tagebuch ist eines der wichtigsten Zeitdokumente des Zweiten Weltkriegs. Der Film wird diesem gerecht. Er kann einer neuen Generation, für die diese Zeit unendlich lange fern zu sein scheint, etwas vermitteln, das Geschichtsstunden nur selten zu leisten vermögen: Ein Gefühl dafür, was niemals wieder passieren darf.“ Cineman.ch 

Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center



DaF am 15.06.2016 um 19.00 Uhr im METROPOLIS Kio Hamburg

DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK
Deutschland 2016
Regie: Hans Steinbichler
Lauflänge: 128 Minuten

Fotos: © Universal Pictures International Germany GmbH