Seiten

Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 14. September 2016

DER NACHTMAHR von AKIZ im Oktober 2016 bei DaF



Mutiges, spannendes und wildes, aber auch nachdenklich stimmendes und melancholisches deutsches Kino gibt es in unserer Filmreihe DaF am 12.10.2016 im METROPOLIS Kino mit dem sehr besonderen Coming-of-Age-Film DER NACHTMAHR von AKIZ.

Tina (Carolyn Genzkow) ist 17 Jahre alt und in Berlins Clubszene bestens zu Hause. Sie probiert Drogen und Alkohol und tanzt durch die Nacht. Doch plötzlich ändert sich alles, als sie von einem Wesen verfolgt wird, das sich in der heimischen Küche den Bauch vollschlägt. Ihre Eltern und auch ihre Freunde glauben ihr jedoch nicht und der Psychologe, der zu Rate gezogen wird, empfiehlt Tina, sich dem Monster zu stellen.

Als Tina das Wesen dann tatsächlich annimmt, können es auch die anderen wahrnehmen. Doch während Tina den Nachtmahr jetzt akzeptiert und eine enge Verbindung zu ihm spürt, sehen ihre Eltern in ihm nur das Monster, das eliminiert werden muss.

Der Film gibt viel Raum für die eigene Interpretation und lässt offen, was Realität und Traum/Phantasie ist, und schenkt dem Zuschauer ein Monster, dem er zunehmend Empathie entgegenbringen kann.  

Wir garantieren euch ein einzigartiges Kinoerlebnis, das auch international bei diversen Festivals vom Publikum gefeiert wird. Und ein sehr starkes, ja schönes Schlussbild!

(Und keine Angst vor zu viel Horror: Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben)

„Der Film "Der Nachtmahr" des Künstlers Akiz ist eine rauschhafte Coming-of-Age-Geschichte.“ ZEIT ONLINE 

„DER NACHTMAHR drängt, pocht, schwebt. Hinaus in die Welt und hinein ins Innere. Psychologie wird als externes Erlebnis anschaulich, genauso wie es das Kino am besten kann. Verstehen eben nicht als auditives Vermögen, das auf Dialogzeilen angewiesen ist, sondern als visuelles und körperliches Können, das empfänglich ist für Bewegungen, Formen, Handlungen und die ganze Ausdruckskraft des Bildrepertoires der Gegenwart.“ SPIEGEL ONLINE 

„DER NACHTMAHR ist eines jener Werke, die wir später einmal, wenn dieser Weg vollendet ist, als Meilensteine anerkennen werden. Momentan ist er allerdings vor allem eines: ein Hoffnungsschimmer. In Neonschwarz.“ Joachim Kurz, kino-zeit.de 

„Fernab von schnöder Mahnfabel und grauer Theorie: Akiz’ Horrorfilm löst im Betrachter ein Gefühl aus, das schmerzhaft und berauschend zugleich ist – und wahrt dabei die Ambivalenz und Freiheit, die wirklich intelligentes Kino auszeichnet.“ critic.de 

Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center


DaF im METROPOLIS Kino Hamburg  am 12.10.2016 um 19.00 Uhr:

DER NACHTMAHR
Deutschland 2016
Regie: AKIZ
Lauflänge: 91 Min.

Fotos & Trailer: © Koch Media


„Damals hatte ich die erste der beiden Lektionen gelernt, die ich beim Nachtmahr  lernen sollte. Das Neue/das Einzigartige/das Fremde/das Unerforschte muss für Produzenten in Deutschland das Aller-aller-aller-Schlimmste sein, was es überhaupt gibt. Scheinbar kommt es einem an physischen Schmerz grenzendem Gefühl nahe, mit etwas konfrontiert zu werden, das sie nicht bereits mehrfach erfolgreich realisiert gesehen haben. Egal ob Komödie oder Sozialdrama. Ich weiß nicht, ob sich einer von euch da draußen das Gefühl vorstellen kann, als ich dann - viele Jahre später - den Film mit meiner letzten verbleibenden Kraft und einer eingeschworenen Cliquean Filmemachern, Freunden, Schauspielern und Musikern um mich herum realisiert habe. Ohne Budget, aber mit der Bereitschaft, notfalls nur an den Wochenenden zu drehen—solange bis der Film fertig ist. Oder das Gefühl wie es war, als der Film dann plötzlich fertig war und auf eine Festivalreise um die ganze Welt gezogen ist. Wie es ist, nachts auf dem Hollywood Boulevard zu stehen, während der Film im ausverkauften Mann's Chinese Theatre läuft. Oder wenn plötzlichZusatzvorführungen von den Festivals gebucht werden, obwohl der Film bereits mehrmals in vollen Sälen mit bis zu 1.000 Plätzen gelaufen ist. Wie es ist, Straßenkids in Rio zu sehen, die keinen einzigen deutschen Dialog oder englischen Untertitel lesen können, aber den Film feiern, als gäbe es kein Morgen. Oder wie es ist, wenn sich ein schwerbehinderter Mann fortgeschrittenen Alters nach einer Vorführung mit leuchtenden Augen für den Film bedankt und sagt: „Ich weiß, was der Film bedeutet!! Ich weiß es. Er bedeutet, dass man lernen muss, sich selbst zu lieben, stimmt's?" Regisseur AKIZ, Vice 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen