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Samstag, 9. Dezember 2017

HAUS OHNE DACH im Januar 2018 bei DaF im METROPOLIS Kino



Die Geschwister Liya, Jan und Alan sind im kurdischen Teil des Iraks geboren, Ende der Achtziger flüchteten sie vor dem Regime Saddam Husseins nach Berlin. Als ihre Mutter plötzlich verstirbt, begeben sie sich auf eine beschwerliche Reise durch ihre alte Heimat, um den Leichnam ihrer Mutter neben dem Grab des im Krieg umgekommenen Vaters im kurdischen Grenzgebiet beizusetzen. Dabei stoßen sie nicht nur auf Schwierigkeiten mit ihrer kurdischen Großfamilie, die die Beerdigung im Heimatdorf verhindern will, sondern werden sich auch zunehmend bewusst, wie weit sie sich voneinander entfernt haben. Der Regisseurin Soleen Yusef geht es in ihrem bewegenden Debütfilm, für den sie 2016 den First Steps Award erhielt, um Fluchterfahrung, um die Identitätssuche von Migrantenkindern, um den Wert von Familie und Heimat. Und es gelingt ihr auf beeindruckende Weise, dem Zuschauer dies alles erfahrbar zu machen.

Der sich im Film anbahnende Konflikt in der Gegend um Dohuk, wo der Film spielt und die Familie der Regisseurin lebt, wurde für das Filmteam zur bitteren Realität, als dort während der Dreharbeiten die Aufstände unter Beteiligung des IS begannen.


"Man merkt sehr deutlich, dass in diesem Film so viel Herzblut steckt. Es ist ein ganz ergreifendes Werk mit einer großen Kraft und einer großen Ehrlichkeit.“ Knut Elstermann, radioeins

„Yusef gelingt es in ihrem wunderbaren Debüt, nicht nur das Politische im Privaten zu spiegeln, sie schafft es auch, durch die bis in die Nebencharaktere mit viel Wärme gezeichneten Rollen eine Atmosphäre voll feinem Humor und sanfter Poesie zu entfalten." Markus Raska, tip Berlin


„Dass die politische Ebene des Films dabei von Anfang an erlebbar wird, ohne in reine Verzweiflung über die Verhältnisse abzurutschen, macht den Film zusätzlich zu dem Portrait eines ganzen Volks, das unter schwierigen Bedingungen - Krieg, Diktator, Terror, Kampf um Unabhängigkeit - existieren muss.“ SPIEGEL ONLINE

„Er erzählt zuvorderst eine Familiengeschichte, die sich zwischen zwei Kulturen abspielt, letztendlich aber sind die Ereignisse innerhalb der Familie das zentrale Thema und das, was die Regisseurin besonders an ihrem Stoff interessiert. Die Milieus und die politischen Verhältnisse, die den Film ebenso prägen wie das Dazwischensein zwischen der deutschen und der kurdischen Kultur, machen den Film allerdings zu etwas Besonderem. Sie nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in eine fremde Kultur, geben ihm eine einzigartige Tonalität und wecken in der Regisseurin, wie sie sagt, Erinnerungen und ein Gefühl von Heimat.“ kino-zeit

Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center


Am 24.1.2018 (19.00) bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg:

HAUS OHNE DACH
D/KRG, 2016
Regie: Soleen Yusef
Lauflänge: 117 Min
Sprachen: Deutsch und Kurdisch (mit dt. Untertiteln)

Trailer und Fotos: © Missing Films

Freitag, 8. Dezember 2017

DaF im METROPOLIS Kino 2017: Euer Lieblingsfilm?

Unsere Umfrage zu DaF im METROPOLIS Kino Hamburg 2017



Ihr könnt wieder abstimmen, welcher Film unserer Filmreihe DaF im Metropolis Kino Hamburg euch in diesem Jahr (2017) am besten gefallen hat. Mehrfachnennungen sind möglich. Ihr müsst natürlich nicht alle Filme gesehen haben, um teilnehmen zu können. 


Herzlichen Dank für euer Feedback!





 

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mamunia am 6.12.2017 bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg




Thank you, Mamunia!

Ein herzliches Dankeschön an Mamunia für ihr Konzert bei unserer DaF-Veranstaltung am 6.12. in der Metropolis KINOBAR und im METROPOLIS Kino!



Donnerstag, 16. November 2017

RHYTHM IS IT! im Dezember bei DaF im METROPOLIS Kino



Vielfach prämierter Dokumentarfilm über das Tanzprojekt mit 250 Berliner Kiezkindern aus 25 Nationen, das der Dirigent Sir Simon Rattle und der Choreograph Royston Maldoom im Jahr 2002 als Education Programm der Berliner Philharmoniker ins Leben riefen. Die Kinder und Jugendlichen probten wochenlang für einen Auftritt in der Treptower Arena eine rund dreißigminütige Choreographie zu Strawinskys Le Sacre du Printemp und entdeckten dabei ihre eigene Kreativität und verborgene Facetten ihrer Persönlichkeit. 

Der Film zeigt eindrucksvoll die große Bedeutung von Kultur im Bereich der Erziehung auf, und wie die physische, ekstatische Energie der Musik Strawinskys zu faszinieren vermag. Mitreißend und bewegend sind auch die Bilder von der Premiere sowie von Proben Simon Rattles mit den Philharmonikern. Rhythm is it!   

Vor der Filmvorführung gibt es in der Kino Bar sowie im Kinosaal ein Konzert der Band Mamunia.


„Der Film "Rhythm is it!" begeistert total - und man kann erst mal gar nicht beschreiben, woher die Begeisterung rührt, weil sie so viele Farben und Schichten hat, weil sie sich als Thema, Geste und Grundenergie des Film zeigt.“ Süddeutsche Zeitung 

„Selten hat eine Dokumentation über klassische Musik so viel Resonanz und so viele Auszeichnungen erhalten wie der weltweit gezeigte Kinofilm Rhythm Is It!“ Digital Concerthall 


„Was ist uns die Bildung unserer Kinder wert? Soll Deutschland seine Stadttheater, Orchester und Ballette weiterhin fördern, und unter welchen Bedingungen? ›Rhythm is it!‹ sollte angesichts solcher Fragen eine Pflichtveranstaltung werden für alle Bildungsminister und für all die Lamentierer, Belehrer, Bedenkenträger und Besitzstandswahrer in Politik und Kultur. Denn wie lebensnotwendig die Kultur ist, wenn sie eben mitten ins Leben der Menschen einbricht, das zeigt ›Rhythm is it!‹ höchst eindrucksvoll.“ Andreas Grabner, Münchner Merkur

Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)


DaF im METROPOLIS Kino Hamburg am 6.12.2017 (18.30):


RHYTHM IS IT!
Deutschland 2004
Regie: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch
Lauflänge: 104 Min.
Sprachen: Deutsch und Englisch (mit deutschen Untertiteln)
Konzert der Band MAMUNIA vor der Filmvorführung (Kino Bar + Kinosaal)

Trailer + Fotos: © Piffl Medien

Mittwoch, 8. November 2017

Tamil Cinema und Retrospektive Ritwik Ghatak im METROPOLIS Kino Hamburg



Im Rahmen der India Week im METROPOLIS Kino Hamburg: TAMIL CINEMA und Retrospektive des bengalischen Autorenfilmers Ritwik Ghatak
Eröffnet wurde das filmische Programm am 7.11. mit INDIRA (Indien 1995), einzige Regiearbeit der Schauspielerin Suhasini Maniratnam, die den Film persönlich vorstellte. Bis zum 16.11. zeigt das METROPOLIS vier weitere tamilische Filme, heute (8.11., 19.00) wird Suhasini Maniratnam bei der Vorführung von SINDHU BHAIRAVI (Indien 1985), in dem sie die weibliche Hauptrolle spielt, erneut zu Gast sein. Alle Filme und Infos gibt es hier beim METROPOLIS

Das Tamil Cinema, in Anlehnung an seinen Entstehungsort Kodambakkam und an die Hindi-Filmindustrie Bollywood auch Kollywood genannt, dürfte für Bollywood-Fans durchaus interessant sein, ähnelt es dem Hindi-Kino doch in Vielem, wenngleich es deutlich mehr Kampfkunst und durchaus auch mehr Gewalt aufweist. 

Wer es wie ich weniger bunt und etwas ruhiger mag und gern das Werk eines bedeutenden Filmemachers entdecken möchte, dem sei die Retrospektive des bengalischen Autorenfilmers Ritwik Ghatak ans Herz gelegt. Das METROPOLIS zeigt zwischen dem 13.11. und dem 29.11. sechs Werke des Regisseurs, darunter auch TITAS EKTI NADIR NAAM (1973), Ghataks filmische Reflexion über Bewohner verschiedener Fischerdörfer am bengalischen Fluss Titash, der als bestes Beispiel für Ghataks filmische Kunst gilt. Doch auch seine Komödie AJANTRIK (Indien 1958) über einen Taxifahrer und dessen Liebe zu seinem Gefährt sowie die drei Filme seiner Flüchtlingstrilogie aus den Jahren 1960 bis 1962, MEGHE DHAKA TARA, KOMAL GANDHAR und SUBARNAREKHA, werden im METROPOLIS zu sehen sein. Alle Infos und Termine gibt es hier


Bei Senses of Cinema kann man sich ausführlich über das Werk Ritwik Ghataks, dessen filmische Arbeiten stark durch seine Erfahrungen nach der Unabhängigkeit Indiens und der daraus resultierenden Teilung Bengalens geprägt sind, informieren.

Erstes Foto: Suhasini Maniratnam am 7.11.2017 im METROPOLIS Kino