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Donnerstag, 10. August 2017

MAIKÄFER, FLIEG! im September 2017 bei DaF


Am 13.9.2017 zeigen wir in unserer Filmreihe DaF im METROPOLIS Kino Mirjam Ungers Verfilmung des autobiografischen Romans MAIKÄFER, FLIEG! MEIN VATER, DAS KRIEGSENDE, COHN UND ICH der österreichischen Autorin Christine Nöstlinger.

Der Film spielt im Jahr 1945, das Ende des Zweiten Weltkriegs ist nah und die Soldaten der Roten Armee rücken auf Wien vor. Die neunjährige Christine und ihre Eltern verlassen ihr zerstörtes Haus in der österreichischen Hauptstadt und ziehen in eine leer stehende Villa. Als sich die Rotarmisten schließlich in der Villa einquartieren, gerät Christines Familie in große Angst, denn ihr Vater, ein desertierter Soldat, kämpfte für die deutsche Wehrmacht in Russland. Doch Christine zeigt keine Furcht vor den ungeliebten Besuchern und freundet sich mit dem jüdischen Koch Cohn an. 


„Als die Russen Wien und dann die Villa besetzen, freundet sich Christine gar mit dem Feldkoch der Rotgardisten an. Ein Bild von Menschlichkeit in dieser Welt, die zerschlagen wird. Regisseurin Mirjam Unger ist eine großartige Verfilmung von Christine Nöstlingers Jugendroman gelungen, die ganz aus der Perspektive des Mädchens erzählt ist.“ - "Maikäfer, flieg!" von Mirjam Unger - herausragend. Deutschlandfunk


„Verfilmung mit viel Fingerspitzengefühl und einer herrlich quirligen, frechen und furchtlosen Zita Gaier als neunjähriger Christl. Zauberhaft.“ Szene Hamburg 

„Mirjam Unger hat „Maikäfer, flieg!“ jetzt verfilmt und sie hat, und das ist das bemerkenswerte an diesem Film, das mit einer Bildsprache und einer Leichtigkeit getan, die bei aller Schwere des Themas unglaublich nah an die Vorlage kommt.“ Florian Blaschke, Prisma


„Das Ensemble ist stark. Ursula Strauss als Mutter, die ihre private Welt vor dem Zusammenbruch rettet, und Zita Gaier als Christl, ­die sich ihr eigenes Universum erschafft, haben unvergessliche Momente.“ epd film 

„Auch in der Bildgestaltung (Kamera: Eva Testor) zeigt sich der sensible Umgang mit der Vorlage, die Kamera bleibt oft in Augenhöhe des Kindes, das Tempo wechselt zwischen sehr gemächlich und flott – ähnlich wie die Musik, die ohne schmelzende Walzerklänge und schluchzende Violinen auskommt. Denn hier gibt es keinen Pathos oder Rührseligkeit, weder in der Komik noch in der Tragik. Und tatsächlich hat der unterhaltsame Film auch viele witzige Momente, und er meiert sich nicht an sein Publikum heran, sondern liefert zusätzliche Denk- und Diskussionsanstöße, so dass er tatsächlich für Menschen jeden Alters empfehlenswert ist.“ Gaby Sikorski, Programmkino


Regina Nickelsen, Colón Language Center

Am 13. September 2017 (19.00 Uhr) bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg:

MAIKÄFER, FLIEG!
Österreich 2016
Regie: Mirjam Unger
Lauflänge: 100 Min.

Erstes Foto von der Deutschlandpremiere des Films beim Filmfest Hamburg 2016 im Passage Kino: © Regina Nickelsen

Weitere Fotos und Trailer: © W-film

Freitag, 21. Juli 2017

DAWSON CITY: FROZEN TIME



DAWSON CITY: FROZEN TIME von Bill Morrison, Geschichte einer Sammlung von 533 Filmen aus den Jahren 1910 bis 1920, die über 50 Jahre als verloren galten, bis sie unter einer Eislaufbahn im kanadischen Yukon-Territorium wieder auftauchten.

Morrison hat in seinem Dokumentarfilm Ausschnitte aus Nachrichten, Stummfilmen und auch historische Fotografien dieser Sammlung zusammengestellt und schickt den Zuschauer auf eine spannende Entdeckungsreise. Und es ist nicht nur die unglaubliche Geschichte von altem Filmmaterial und seiner Wiederentdeckung, sondern auch die Geschichte einer kanadischen Stadt in Zeiten des Goldrauschs. Die Musik, die den Bildern unterlegt ist, stammt von Alex Somers. 

Ich hatte das Glück, den Film unlängst in der Arte-Mediathek sehen zu können. Dort ist er jedoch nicht mehr vorhanden. Aber vielleicht klappt es ja irgendwann einmal mit einem Kinoeinsatz. Ich wäre dabei!

Mehr Infos zum Schatz gibt es hier bei Vanity Fair

Und hier im Presseheft

"Wondrous, almost indescribable. A complete astonishment from beginning to end." Kenneth Turan, Los Angeles Times

Plakat und Trailer: © KINO LORBER 
 

Donnerstag, 13. Juli 2017

ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND im August bei DaF



David Bermann (sehr stark: Moritz Bleibtreu) lebt nach dem Zweiten Weltkrieg wie viele andere KZ-Überlebende in einem von der US-Army eingerichteten Lager in der Nähe von Frankfurt. Auch er träumt, wie die meisten anderen dort, von einer Ausreise in die USA. Um an das nötige Geld zu kommen, betreibt er zusammen mit einigen anderen Mitbewohnern den Verkauf von feiner Wäsche an deutsche Nachkriegshaushalte. Das Geschäft läuft gut und die mögliche Auswanderung rückt näher. Doch David hat ein dunkles Geheimnis, das die amerikanische Militärpolizei sehr interessiert und das auch seine Teilhaber nicht kennen ….

Der belgische Regisseur Sam Garbarski (bekannt u.a. für seinen Film IRINA PALM mit Marianne Faithfull in der Titelrolle) erzählt in seinem Film mit Humor (Galgenhumor) und Tragik von Menschen, die die Konzentrationslager überlebt und alles verloren haben (bis auf ihr Leben) und in den Trümmern des Nachkriegsdeutschlands, dem von ihnen zutiefst gehassten Land, aufs Neue überleben müssen. Dieser Gruppe von überlebenden Juden, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst in Deutschland blieben, wurde bisher filmisch kaum Beachtung geschenkt, es brauchte wohl eines ausländischen Regisseurs, um ihre Geschichte zu erzählen. 


ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND basiert auf den teils autobiographischen Romanen "Die Teilacher" und "Machloikes" des schweizerisch-deutschen Schriftstellers Michel Bergmann.

„Ernst Lubitsch hätte an ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND seine helle Freude gehabt.“ Deutschlandfunk Kultur

„Es war einmal in Deutschland ... ist mitreißend, anrührend, glaubwürdig und völlig anders, als zu befürchten war: eben kein vorsichtiger ängstlicher deutscher Film mit miserabel Jiddisch »sprechenden« Schauspielern, sondern die souveräne und liebevolle Auseinandersetzung der zweiten Generation mit der Geschichte der Eltern, die weg wollten und der Vergangenheit doch nicht entkommen konnten.“ Jüdische Allgemeine 


„Der augenzwinkernde Witz ist in der Geschichte, trotz der großen tragischen Tragweite, immer präsent, ob als Galgenhumor oder als letzter Schutz gegen die Verzweiflung. Zusammen mit den sympathischen und vielschichtigen Figuren ist dies eine große Stärke des Drehbuchs. Die Kamera liefert herrliche Bilder voller Filmzitate, Ausstattung und Setting erschaffen ein authentisch wirkendes Nachkriegsmilieu. ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND … ist eine bittersüß unterhaltsame und berührende Geschichte über das jüdische Überleben in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Prädikat BESONDERS WERTVOLL 

„Es war einmal in Deutschland …“ ist ein Film, der lange überfällig war, weil er weiße Flecken im kollektiven Gedächtnis der Deutschen beseitigt.“ Cinema  


Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center

DaF im METROPOLISKino Hamburg am 9.8.2017 (19.00 Uhr): 


ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND
Deutschland 2017
Regie: Sam Garbaski
Lauflänge: 102 Minuten

Fotos und Trailer: © X Verleih

Dienstag, 27. Juni 2017

10. Französische Filmtage Hamburg



10. Französische Filmtage Hamburg im Metropolis Kino vom 30. Juni bis 15. Juli 2017

Frankreich – ein Kino-Land par excellence, das nicht nur 1895 die als Geburtsstunde des Films geltende erste öffentliche Filmvorstellung erleben durfte, sondern in dem auch heute noch das Kino, gern auch als „siebte Kunst“ bezeichnet, eine weitaus größere Rolle als in Deutschland spielt. Trotz der geringeren Einwohnerzahl verzeichnet Frankreich jährlich erheblich mehr Kinobesucher, der Anteil der einheimischen Filmproduktionen liegt zumeist über 35 Prozent, das Land besitzt 5842 Kinosäle (in Deutschland sind es nur 4739).

Und die Franzosen schauen gern französische Filme. Das können wir Hamburger ihnen ab dem 30.6. allerdings nachmachen, denn dann starten im METROPOLIS Kino die Französischen Filmtage mit ihrer Jubiläumsausgabe.

Bereits zum 10. Mal lädt die Kinemathek Hamburg im Sommer dazu ein, aktuelles französischsprachiges Kino auf der Leinwand zu entdecken. Das diesjährige Programm aus 12 Filmen, die bisher nur in Frankreich oder auf internationalen Filmfestivals zu sehen waren, zeugt von der Stil- und Genrevielfalt französischer Filmproduktion: es umfasst Dramen, Komödien und Dokumentarfilme, einen Thriller, einen Historienfilm sowie einen Animationsfilm. Gemeinsam ist dabei vielen Filmen die Beschäftigung mit gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Konflikten in Frankreich.

Als Gäste werden der Filmemacher Philippe Lioret, der am 5. Juli seinen Film DIE KANADISCHE REISE vorstellt, und am 15. Juli Danielle Arbid, Regisseurin des Eröffnungsfilms PARISIENNE, erwartet.

LA VALLÉE DES LOUPS und THE SUMMER OF ALL MY PARENTS werden als Deutschlandpremieren präsentiert. In einer Preview wird DAS IST UNSER LAND gezeigt, der im August in Deutschland startet.

Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem 2016 verstorbenen Kameramann Raoul Coutard gewidmet, der in den 1960er Jahren durch seine intensive Zusammenarbeit mit Jean-Luc Godard und François Truffaut bekannt wurde und die Ästhetik der französischen Nouvelle Vague stark prägte. Präsentiert werden acht Werke, die die visuelle Bandbreite seines Schaffens über mehrere Jahrzehnte hinweg verdeutlichen.

Alle Filme werden in der französischen Originalfassung mit Untertiteln projiziert.

Weitere Highlights sind die filmische Stadtführung mit der Künstlergruppe A Wall is a Screen am französischen Nationalfeiertag sowie ein Podiumsgespräch über die Kunst der Untertitelung in Kooperation mit subs hamburg, der hier ansässigen Untertitelungsfirma.

Weitere Infos sowie alle Termine finden Sie auf der Webseite der Französischen Filmtage.