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Sonntag, 29. Januar 2017

HIGHLIGHTS 2016 und mehr im Februar im METROPOLIS Kino



Das METROPOLIS Kino setzt im Februar seine Reihe HIGHLIGHTS 2016 mit weiteren starken Filmen fort, von denen die meisten von uns wohl nur wenige (oder keine) gesehen haben (die man sich aber eigentlich alle anschauen sollte). 

Als da wären:

PATERSON (USA 2016, Jim Jarmusch). Für mich einer der fünf besten Filme des vergangenen Jahres. Ein absolutes Muss, wie auch der Telegraph festgestellt hat! 
Termine: 1.2. (21.15), 2.2. (19.00), 5.2. (21.15)


WILD (D 2016, Nicolette Krebitz). Der Film feierte beim Sundance Film Festival 2016 seine Weltpremiere und wurde von Kritikern hoch gelobt.
Termine: 3.2. (21.15), 7.2. (19.00), 9.2. (21.15)


NEBEL IM AUGUST (D 2016, Kai Wessel). Ein außerordentlich beeindruckender und verstörender Film über den 13jährigen Ernst Lossa, der im Deutschland des Jahres 1944 in einer Nervenheilanstalt Zeuge und später Opfer des Systems der Euthanasie wird. Ernst Lossa ist eine historische Figur, an die und andere Opfer der NS-Krankenmorde Kai Wessel in diesem Drama erinnern möchte. Harte Kost (bei der Hamburger Premiere verließen einige Besucher während der laufenden Filmvorführung den Saal), der man sich jedoch stellen sollte.
Termine: 6.2. (20.45), 10.2. (19.00), 14.2. (21.15)


ALOYS (CH/F 2016, Tobias Nölle), eine Geschichte von der Einsamkeit des modernen Menschen.   
Termine: 10.2. (21.30), 12.2. (19.30), 13.2. (21.15)


THE BEATLES: EIGHT DAYS A WEEK – THE TOURING YEARS (USA/GB 2016, Ron Howard). Habe ich im Abaton verpasst, jetzt gibt es eine neue Chance, diese Doku, die die Beatles während ihrer Tourneen zeigt, anzusehen.
Termine: 11.2. (19.00), 24.2. (17.00), 26.2. (21.15)


HERBERT (D 2015, Thomas Stube), die Geschichte eines ehemaligen Profiboxers, der an der Krankheit ALS erkrankt. Der Hauptdarsteller Peter Kurth wurde 2016 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste Hauptrolle geehrt.
Termine: 12.2. (21.15), 13.2. (19.00), 15.2. (21.15)


DER WERT DES MENSCHEN (F 2015, Stéphane Brizé), Sozialdrama, dem es ähnlich wie Ken Loachs I, DANIEL BLAKE gelingt, einen ungeschönten Blick auf soziale Realitäten im neoliberalen Europa zu werfen. Stark und überzeugend inszeniert von Stéphane Brizé und ebenso gespielt von Vincent Lindon.
Termine: 19.2. (20.45), 21.2. (21.15), 22.2. (19.00)


DIE PRÜFUNG (D 2016, Till Harms), ein Dokumentarfilm, der eindrucksvoll aufzeigt, wie viel die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule Hannover allen Beteiligten abverlangt.
Termine: 26.2. (12.00), 27.2. (19.00)


Wir steuern in unserer Filmreihe DaF am 8.2. (19.00) ein dokumentarisches Hamburger Highlight bei und zeigen Christian Hornungs umjubelte Kiez-Doku MANCHE HATTEN KROKODILE (D 2016). Der Regisseur wird zu Gast sein. Mehr Infos und den Trailer gibt es in diesem Blogpost.




Weitere aktuelle und ältere Highlights des Februar-Programms des METROPOLIS sind BRD-KINO DER 1950ER JAHRE (u.a. Georg Tresslers DIE HALBSTARKEN und DAS TOTENSCHIFF, Robert Siodmaks NACHTS, WENN DER TEUFEL KAM, Bernhard Wickis DIE BRÜCKE sowie Frank Wysbars NASSER ASPHALT), Filme der Nouvelle Vague in der Reihe NEUE FILMKUNST RESURRECTED und unbedingt empfehlenswert die Premiere von Jules Herrmanns LIEBMANN (D 2016, Jules Herrmann und der Hauptdarsteller Godehard Giese werden zu Gast sein).

Alle Programmpunkte und Termine im Februar entnehmen Sie gern der Themenseite des METROPOLIS. 

Wir wünschen viele unterhaltsame und anregende Kinostunden!

Februar

O wär im Februar doch auch,
Wie's andrer Orten ist der Brauch,
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich mißt,
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.

Theodor Storm



Donnerstag, 26. Januar 2017

LO AND BEHOLD von Werner #Herzog im #Metropolis #Kino #Hamburg



LO AND BEHOLD (USA 2016), Werner Herzogs Doku über die Ursprünge, die Gegenwart und die Zukunft des Internets, im letzten Jahr beim Sundance Film Festival gelaufen, bekommt jetzt endlich einen Kinoeinsatz in Hamburg: Am 29.1. (21.30) und 30.1. (17.00) im METROPOLIS Kino

Auch wenn seine letzten Spielfilme QUEEN OF THE DESERT und SALT AND FIRE bei der Kritik eher durchgefallen sind, so erhält diese Doku, in der man Herzog auch beim Äußern seiner Gedanken in seinem unverwechselbaren Englisch lauschen kann, sehr viel Lob. 





“Lo and Behold’ devolves into an outright horror film about civilization, and what we’re allowing it to become: a place of infinite information and borderline-magical wonders, and yet one that sees no use for the very element that Herzog twice mentions, as if in fear that it’ll be a mere afterthought in our new techno-world order — love.” The Playlist 

“Lo And Behold is beautifully shot, its outdoor landscapes so vibrant and verdant one can almost smell them, its indoor spaces cool and shining yet welcoming as Kubrick made them.” Jennie Kermode (Eye For Film

“It could have easily been turned into a Ken Burns-style mini-series, but instead the mind-blowing concepts come at you in rapid-fire succession, all wrapped in a healthy layer of the Herzog we know and love.” Brad Keefe (Columbus Alive)

Ich war bereits in seinem Dokumentarfilm INTO THE ABYSS davon fasziniert, wie es Herzog gelingt, die Menschen zum Reden (und manchmal auch zum Schweigen vor dem Reden) zu bringen. Man darf gespannt sein, welche Antworten er seinen Gesprächspartnern in LO AND BEHOLD entlockt.

Auf Deutsch kann man die Redewendung „lo and behold“ übrigens mit „Sieh an!“ übersetzen. Und vielleicht sagt man dann ja nach dem Ansehen des Film: „Sieh an, der Herzogs kann’s ja noch!“

Mittwoch, 18. Januar 2017

#KROKODILE bei #DaF



Ein St. Pauli, das es so eigentlich kaum noch gibt, ein Mikrokosmos im Event-Stadtteil, das ist es, was der Regisseur Christian Hornung in seinem liebenswerten und nostalgischen Dokumentarfilm MANCHE HATTEN KROKODILE präsentiert. Seine Protagonisten sind Menschen, die es vor Jahrzehnten auf den Kiez verschlagen hat, weil sie einen Ort suchten, an dem sie unangepasste Lebemenschen sein konnten. 

Wir haben uns sehr gefreut, bei der Premiere dieses Films im Abaton Kino dabei sein und einen unvergesslichen Kinoabend erleben zu können. Und jetzt freuen wir uns sehr, MANCHE HATTEN KROKODILE selbst in unserer Filmreihe DaF präsentieren zu können. Der Regisseur Christian Hornung und die Produzenten Andrea Schütte und Dirk Decker von TamTam Film werden zu Gast sein. TamTam Film hat auch SCHROTTEN produziert, den wir im September 2016 gezeigt haben, sowie den Kurzfilm BEIGE, den Andrea und Dirk im September 2012 persönlich bei DaF vorgestellt haben.


„Christian Hornung hat ein tolles Stück Filmkunst geschaffen, mit Humor, Herz und sehr viel Verstand ausgedacht und gekonnt in Bilder umgesetzt. Ein Film zum Lachen und zum Staunen mit Menschen, die man lieben muss. Und vor allem: ein unvergessliches Filmerlebnis!“ PROGRAMMKINO 

„Sie heißen „Utspann“, „Kiek ut“ oder „Kaffeepause“. In den alteingesessenen Kneipen auf St. Pauli findet man diese letzten ihrer Art: die Sparclubs mit ihren Metallkästen, in denen gemeinschaftlich gespart wird. Regisseur Christian Hornung nimmt das Verschwinden dieser Tradition zum Anlass, das Stammpublikum und das Personal Kiezgeschichte und -geschichten erzählen zu lassen. Das ist spannend, komisch, todtraurig. Faszinierender Einblick in eine andere Welt, gleich nebenan.“ CINEMA

„Christian Hornungs MANCHE HATTEN KROKODILE ist ein kluger und unterhaltsamer Dokumentarfilm im beobachtenden Stil, der in seiner klassischen Art nicht zufällig an den berühmten Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn erinnert.“ Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Prädikat besonders wertvoll

Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center


Am 8.2.2017 um 19.00 Uhr bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg: 

MANCHE HATTEN KROKODILE
Deutschland 2016
Regie: Christian Hornung
Lauflänge: 87 Minuten
Filmkopie: DCP mit englischen Untertiteln

Trailer und Fotos: © TamTam Film