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Freitag, 21. Juli 2017

DAWSON CITY: FROZEN TIME



DAWSON CITY: FROZEN TIME von Bill Morrison, Geschichte einer Sammlung von 533 Filmen aus den Jahren 1910 bis 1920, die über 50 Jahre als verloren galten, bis sie unter einer Eislaufbahn im kanadischen Yukon-Territorium wieder auftauchten.

Morrison hat in seinem Dokumentarfilm Ausschnitte aus Nachrichten, Stummfilmen und auch historische Fotografien dieser Sammlung zusammengestellt und schickt den Zuschauer auf eine spannende Entdeckungsreise. Und es ist nicht nur die unglaubliche Geschichte von altem Filmmaterial und seiner Wiederentdeckung, sondern auch die Geschichte einer kanadischen Stadt in Zeiten des Goldrauschs. Die Musik, die den Bildern unterlegt ist, stammt von Alex Somers. 

Ich hatte das Glück, den Film unlängst in der Arte-Mediathek sehen zu können. Dort ist er jedoch nicht mehr vorhanden. Aber vielleicht klappt es ja irgendwann einmal mit einem Kinoeinsatz. Ich wäre dabei!

Mehr Infos zum Schatz gibt es hier bei Vanity Fair

Und hier im Presseheft

"Wondrous, almost indescribable. A complete astonishment from beginning to end." Kenneth Turan, Los Angeles Times

Plakat und Trailer: © KINO LORBER 
 

Donnerstag, 13. Juli 2017

ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND im August bei DaF



David Bermann (sehr stark: Moritz Bleibtreu) lebt nach dem Zweiten Weltkrieg wie viele andere KZ-Überlebende in einem von der US-Army eingerichteten Lager in der Nähe von Frankfurt. Auch er träumt, wie die meisten anderen dort, von einer Ausreise in die USA. Um an das nötige Geld zu kommen, betreibt er zusammen mit einigen anderen Mitbewohnern den Verkauf von feiner Wäsche an deutsche Nachkriegshaushalte. Das Geschäft läuft gut und die mögliche Auswanderung rückt näher. Doch David hat ein dunkles Geheimnis, das die amerikanische Militärpolizei sehr interessiert und das auch seine Teilhaber nicht kennen ….

Der belgische Regisseur Sam Garbarski (bekannt u.a. für seinen Film IRINA PALM mit Marianne Faithfull in der Titelrolle) erzählt in seinem Film mit Humor (Galgenhumor) und Tragik von Menschen, die die Konzentrationslager überlebt und alles verloren haben (bis auf ihr Leben) und in den Trümmern des Nachkriegsdeutschlands, dem von ihnen zutiefst gehassten Land, aufs Neue überleben müssen. Dieser Gruppe von überlebenden Juden, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst in Deutschland blieben, wurde bisher filmisch kaum Beachtung geschenkt, es brauchte wohl eines ausländischen Regisseurs, um ihre Geschichte zu erzählen. 


ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND basiert auf den teils autobiographischen Romanen "Die Teilacher" und "Machloikes" des schweizerisch-deutschen Schriftstellers Michel Bergmann.

„Ernst Lubitsch hätte an ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND seine helle Freude gehabt.“ Deutschlandfunk Kultur

„Es war einmal in Deutschland ... ist mitreißend, anrührend, glaubwürdig und völlig anders, als zu befürchten war: eben kein vorsichtiger ängstlicher deutscher Film mit miserabel Jiddisch »sprechenden« Schauspielern, sondern die souveräne und liebevolle Auseinandersetzung der zweiten Generation mit der Geschichte der Eltern, die weg wollten und der Vergangenheit doch nicht entkommen konnten.“ Jüdische Allgemeine 


„Der augenzwinkernde Witz ist in der Geschichte, trotz der großen tragischen Tragweite, immer präsent, ob als Galgenhumor oder als letzter Schutz gegen die Verzweiflung. Zusammen mit den sympathischen und vielschichtigen Figuren ist dies eine große Stärke des Drehbuchs. Die Kamera liefert herrliche Bilder voller Filmzitate, Ausstattung und Setting erschaffen ein authentisch wirkendes Nachkriegsmilieu. ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND … ist eine bittersüß unterhaltsame und berührende Geschichte über das jüdische Überleben in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Prädikat BESONDERS WERTVOLL 

„Es war einmal in Deutschland …“ ist ein Film, der lange überfällig war, weil er weiße Flecken im kollektiven Gedächtnis der Deutschen beseitigt.“ Cinema  


Text: Regina Nickelsen, Colón Language Center

DaF im METROPOLISKino Hamburg am 9.8.2017 (19.00 Uhr): 


ES WAR EINMAL IN DEUTSCHLAND
Deutschland 2017
Regie: Sam Garbaski
Lauflänge: 102 Minuten

Fotos und Trailer: © X Verleih