Ein Blog vom Ex-Filmteam. Schwerpunkt: Kino in Hamburg, deutschsprachiger Film, Filmreihe DaF: Deutsch als Fremdsprache - Deutsch als Filmsprache (einmal monatlich im Metropolis-Kino Hamburg)
Wer selbst Kinder hat
und versuchen muss, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, der wird sich
in Robert Thalheims
Kinofilm ELTERN, in unserer Filmreihe DaF am 16.04. im
METROPOLIS Kino, sicherlich wiederfinden.
Konrad
(Charly Hübner) und Christine (Christiane Paul) sind ein modernes Ehepaar. Er
hat sich jahrelang um Haushalt und die beiden Töchter gekümmert und seine
beruflichen Ambitionen in den Hintergrund gerückt. Sie arbeitet erfolgreich und
engagiert als Anästhesistin in einem Krankenhaus. Doch dann erhält Konrad die
Gelegenheit eines Engagements als Theaterregisseur, die er sich keineswegs
entgehen lassen möchte. Da auch seine Ehefrau im Beruf nicht zurückstecken
möchte, wollen sie ein Au-Pair-Mädchen aus Argentinien beschäftigen. Doch diese
ist schwanger und fällt somit als Kindermädchen aus. Innerhalb kürzester Zeit droht
die Harmonie in der Familie zu zerbrechen ….
Mit viel Feingefühl und Humor hat Thalheim einen
authentischen und sehr sehenswerten Film übers Elternsein in unserer Zeit mit tragikomischen
Turbulenzen, Höhen und Tiefen inszeniert, die so manchen Vätern
und Müttern wohl nur allzu bekannt vorkommen werden. Und natürlich wirft der
Film auch die Frage auf, wie es unsere Gesellschaft, unsere Politik durch mehr Kinderbetreuung
erreichen kann, dass Eltern wie Konrad und Christine nicht an ihren Aufgaben
verzweifeln müssen.
Ein Dialogausschnitt:
Christine:
"Das ist auch harte Arbeit, mit der ich übrigens das Geld für die Familie
verdiene."
Konrad: "Das ist auch Arbeit mit den Kindern, ja?"
Christine: "Du klingst wie eine frustrierte Hausfrau aus den 50ern,
echt."
Konrad: "Ja, dann bin ich eben eine frustrierte Ehefrau aus den 50ern,
aber dann bist du der passende Mann dazu."
„Die Irrnisse und Wirrnisse moderner
Elternschaft: Wenn plötzlich zwei Berufe, zwei Kinder und eine Beziehung unter
einen Hut gebracht werden sollen, dann gerät das bis dahin rund laufende
Karussell des Familienlebens mitunter mächtig ins Trudeln. Robert Thalheims
brillanter neuer Film "Eltern" zeigt das in allen Nuancen auf.“
Süddeutsche Zeitung
„Vater,
Mutter, zwei Kinder, zwei Jobs, ein Hamster, großes Chaos: Will man im Kino
wirklich sehen, wovor man dank Babysitter endlich mal für einen Abend geflohen
ist? Ja, unbedingt - wenn es so pointiert erzählt ist wie in Robert Thalheims
Kinofilm "Eltern". Spiegel online
Text:
Regina Nickelsen (Colón Language Center)
Am
16.04.2014 um 19.00 Uhr: Colón-Kinoabend DaF im METROPOLIS Kino
ELTERN
Deutschland
2013
Regie:
Robert Thalheim
Lauflänge:
90 Minuten
Mehr
Informationen zu unserer Filmreihe DaF finden Sie auch beim Filmteam Colón auf Facebook
„Der Sinn
der ganzen Geschichte war nur ihr Scheitern.“
Henner
(gespielt von Sylvester Groth) im Film DAS
WOCHENENDE über den deutschen Terrorismus der RAF.
Und unser
erster Tipp gilt diesem Film. In unserer Filmreihe DaF: Deutsch als Fremdsprache – Deutsch als
Filmsprache präsentieren wir Ihnen am 12.03. um 19.00 Uhr Nina
Grosses starkes Drama DAS WOCHENENDE
nach Bernhard Schlinks gleichnamigem Roman mit Katja Riemann, Sebastian Koch und
Robert Gwisdek. Der Film wirft die Frage auf, wie das Phänomen RAF in unserer
heutigen Zeit in uns weiterwirkt.
„Das
Wochenende stellt die brisante Frage noch einmal, wie sich das Private und das
Politische wechselseitig bedingen. Packend zu sehen, dass die Unerbittlichkeit
des Sohnes der seines Vaters gleicht. Doch der Film hält ein Ende bereit, das
in Blicken, Gesten und Andeutungen dafür plädiert, dass die Gäste dieses
Treffens einander auf Augenhöhe zu begegnen gelernt haben. Ohne Gewalt
übrigens.“
epd-film
Mehr Infos
zum Film sowie den Trailer gibt es im folgenden Blogpost
Ein
Interview mit der Regisseurin können Sie bei Zeit Online
lesen.
„Well, this is goodbye. I mean,
we obviously have nothing in common. I`m a genius, you`re all fucking wankers.
You`ll never see me again. You don`t deserve to see me again.”
Martin
Hannett, britischer Musikproduzent (dargestellt von Andy Serkis), in 24 HOUR PARTY PEOPLE (GB 2002), ein
Film von Michael Winterbottom über die Musikszene Manchesters von 1976 bis 1997.
Der Film läuft am 14.03. um 19.00 Uhr in der tollen Filmreihe Filmclub/Clubfilm,die sichder
Auseinandersetzung mit dem Thema Clubkultur im Film widmet.
Ebenfalls
in dieser Reihe können Sie am gleichen Abend um 21.00 Uhr den französischen Film
CLUBBED TO DEATH aus dem Jahr 1996
(Regie: Yolande Zauberman) sehen. Im Anschluss an die beiden Filme wird dann in
der METROPOLIS
BAR noch ausgiebig bei Musik von DJ Jendrik Rothstein gefeiert.
Unbedingt vormerken! Mehr Infos zur Filmreihe finden Sie hier
auf der Webseite des Kinos.
Eine
unvergessliche Band der Manchester Musikszene, JOY DIVISION, können Sie sich
hier anhören: LOVE WILL TEAR US APART
Politisch wird es bei zwei Filmen, die die Landeszentrale für Politische Bildung präsentiert. Am 07.03. um 19.00 Uhr mit TÖCHTER DES AUFBRUCHS (D 2013, Regie: Uli Bez) über die Rapperin Ebow X, die uns auf eine Reise durch die Geschichte von Migrantinnen in Deutschland mitnimmt. Im Anschluss an den Film gibt es ein Podiumsgespräch von Heidemarie Grobe von Terres de femmes mit der Protagonistin des Films Roula Balhas und Imen Bessassi, Mitbegründerin der Initiative YALLA. Am 18.03., ebenfalls um 19.00 Uhr, zeigt die Landeszentrale den Film DER ORGANMARKT. AUF LEBEN UND TOD - ORGANE ALS WARE? (D 2011, Regie: Rame Rau) mit Vortrag. Der Eintritt bei diesen Veranstaltungen ist frei. Weitere Infos gibt es hier hier beim Kino und bei der Landeszentrale Folgende
Filmreihen, die bereits im Februar angelaufen sind, setzt das METROPOLIS im
März fort:
Hans
Albers
mit den Filmen SAVOY-HOTEL 217 (D 1936,
Regie: Gustav Ucicky), UNTER HEISSEM
HIMMEL (D 1936, Regie: Gustav Ucicky), DER
MANN, DER SHERLOCK HOLMES WAR (D 1937, Regie: Karl Hartl), SERGEANT BERRY (D 1938, Regie: Herbert
Selpin), WASSER FÜR CANITOGA (D
1939, Regie: Herbert Selpin), EIN MANN
AUF ABWEGEN (D 1940, Regie: Herbert Selpin), TRENCK, DER PANDUR (D 1940, Regie: Herbert Selpin), CARL PETERS (D 1941, Regie: Herbert
Selpin) sowie MÜNCHHAUSEN (D 1943,
Regie: Josef von Baky).
Infos
zu den Filmen und die Termine finden Sie hier
auf der Webseite des Kinos.
Ebenfalls
fortgesetzt wird BRIAN DE PALMA als Bizarre Cinema Special. Freuen Sie sich auf ein
Wiedersehen mit CARRIE (USA 1976), THE FURY (USA 1978), DRESSED TO KILL (USA 1980), BLOW OUT (USA 1981), SCARFACE (USA 1983), BODY DOUBLE (USA 1984), PHANTOM OF THE PARADISE (USA 1974) und DIE UNBESTECHLICHEN (USA 1987). Alle Termine
finden Sie hier
beim Kino.
„I don`t see scary films. I
certainly wouldn`t go see my films.” Brian De Palma.
Wir
schon!
Zwei
Filmen eines der größten Regisseure aller Zeiten, Ingmar Bergman, sollten Sie im
März ebenfalls Ihre Aufmerksamkeit schenken: DIE ZAUBERFLÖTE (S 1974) am 01.03. um 19.00 uhr und am 04.03. um
17.00 Uhr sowie FANNY UND ALEXANDER
(S 1982) am 02.03. um 19.00 Uhr und am 03.03. um 17.00 Uhr. Hier auch nochmals
unser Link zur Webseite der Ingmar-Bergman-Stiftung
Doch
Bizarre
Cinema hat auch im März noch anderes zu bieten: Kannibalen, Nackte,
in Fetzen Geschossene, Losers, Supermänner und noch viel mehr. Jeweils sonntags
um 14.30 Uhr (gleich nach dem späten Frühstück also). Was Sie im Detail
erwartet, lesen Sie bitte hier
Für
die Freunde von Länderreihen ist die lange Wartezeit auch endlich vorbei. Im
März heißt es im METROPOLIS vom 21. bis zum 25. CINEBRASIL 2014 mit den fünf Filmen
KÖNIGSNÄCHTE, DIE BESTEN DINGE DER WELT, ES
WAR EINMAL, DAS SPRUNGBRETT und DER WIRBEL aus den Jahren 2008 bis
2012. Mehr Infos zu den Filmen finden Sie auch auf der Webseite CINEBRASIL und die
genauen Termine beim METROPOLIS
Alle
Filme werden im Original mit Untertiteln gezeigt.
Anlässlich
der Romero-Tage zeigt das METROPOLIS im März und im April in Zusammenarbeit mit
Nicaragua-Verein Hamburg fünf Filme im Rahmen der ROMERO-FILMTAGE 2014. Am 19.03.
um 19.00 Uhr MIT REVOLUTIONÄREN GRÜSSEN
(Nicaragua 2012, Regie: Viktor Apfelbacher, der auch zu Gast sein wird), am 21.03.
um 17.00 Uhr den sehr empfehlenswerten Film NO! von Pablo Larrain (Chile/USA 2013) mit Gael Garcia Bernal in
der Rolle des Werbefachmanns René Saavedra, dessen Werbekampagne zur
Entmachtung Augusto Pinochets beitrug, und am 28.03. um 19.00 Uhr mit Gästen THE ECHO OF THE PAIN OF THE MANY
(Guatemala 2011, Regie: Ana Lucia Cuevas).
Einen
interessanten Artikel zum Film NO! können Sie hier bei Zeit Online
nachlesen.
Auch
das Filmland
Polen ist ab März wieder dabei und eröffnet sein mit Sicherheit
erneut überaus sehenswertes Programm am 29.03. um 19.00 Uhr mit dem Film PAPUSZA (Polen 2013, Regie: Joanna
Kos-Krauze, Krzysztof Krauze) über die erste Roma-Dichterin Bronislawa Wajs.
Mehr Infos zum 12. Festival des Neuen Polnischen Films finden Sie hier
SOULFOOD
CINEMA – EXILE
zeigt am 23.03. um 17.00 Uhr den Dokumentarfilm MEIN VATER, DER GASTARBEITER des kurdischstämmigen Autorenfilmers
Yüksel Yavuz (D 1994), ein poetisches Porträt seines Vaters, der nach 15 Jahren
Leben und Arbeit in Hamburg in die Türkei zurückkehrte und sich sowohl dort als
auch in Deutschland als Fremder fühlt(e).
Auch
als Premiere
können Sie im März einen Film von Yüksel Yavuz sehen: HEVI – HOFFNUNG (D 2014),
den das METROPOLIS am 05., 06., 08., 09. und 10.03. zeigt. Am 05.03. um 19.00
Uhr wird der Regisseur zu Gast sein. Infos zum Film erhalten Sie bei NEWA FILM. Dort können Sie
auch das Presseheft sowie den Trailer ansehen bzw. herunterladen.
Weitere
Premieren
im März: VERBOTENE FILME (D 2014,
Regie: Felix Moeller), der einen Überblick über Filme gibt, die in den Jahren
1933 bis 1945 in Deutschland entstanden sind (Termine zwischen dem 11.03. und
dem 16.03.), sowie BLICK IN DEN ABGRUND
(Österreich/D 2013, Regie: Barbara Eder) am 27.03., 28.03. und 30.03., ein
Porträt sechs internationaler Profiler.
Auch
dokART
ist im März wieder mit zwei sehenswerten Filmen vertreten: Am 04.03. um 19.00
Uhr mit HERR ZWILLING UND FRAU ZUCKERMANN (D 1999, Regie: Volker Koepp) und mit
Volker Koepps neuestem Dokumentarfilm IN
SARAMATIEN, bei dessen Premiere der Regisseur am 20.03. um 19.00 Uhr zu Gast
sein wird. Weitere Termine: 22.03., 24.03., 25.03. und 26.03. Mehr Infos zu dokART
finden Sie hier
Wir
sind am Ende unserer Tipps angelangt. Damit ist das umfangreiche,
abwechslungsreiche und hochklassige März-Programm des METROPOLIS Kinos aber
keineswegs erschöpft. Wir empfehlen Ihnen unbedingt einen Blick auf die Themen-Seite
des Kinos zu werfen. Dort erhalten Sie einen Überblick über das gesamte
Programm.
Und
wir wünschen Ihnen einen tollen Kino-Monat und einen sehr schönen
Frühlingsbeginn!
Unser
Bonbon zum Schluss: Arno Holz` herrliches Frühlingsgedicht MÄHLICH
DURCHBRECHENDE SONNE
Arno Holz - Mählich durchbrechende Sonne
Schönes
grünes, weiches
Gras.
Drin
liege ich.
Inmitten goldgelber
Butterblumen!
Über mir ... warm ... der Himmel:
Ein
weites, schütteres,
lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig
zitterndes
Weiß,
das mir die
Augen
langsam ... ganz ... langsam
schließt.
Wehende ... Luft ... kaum merklich
ein Duft, ein
zartes . . . Summen.
Nun
bin ich fern
von jeder Welt,
ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und
deutlich . . . spüre ich . . . wie die
Sonne
mir durchs Blut
rinnt.
Heute,
am Samstag, werden bei der #Berlinale, dem drittwichtigsten Filmfestival
weltweit, die Bären verliehen. Als heißer Kandidat für den Goldenen Bären wird BOYHOOD von Richard
Linklater (vielen bekannt durch seine
Trilogie „Before Sunrise“, „Before Sunset“ und „Before Midnight“) gehandelt. BOYHOOD erzählt die Geschichte des Jungen Mason (Ellar Coltrane)
von seiner Schulzeit bis zum College-Eintritt im Zeitraffer. Linklater hat im
Jahr 2002 mit den Dreharbeiten für den Film begonnen und mit den gleichen
Darstellern die Geschichte über die folgenden Jahre fortgesetzt. Amerikanische
Kritiker sprachen beim #Sundance Festival zu Beginn des Jahres vom einem Epos
über das Gewöhnliche. Ich habe diesen Film nicht sehen können, möchte das aber
unbedingt in Hamburg nachholen und hoffe auf einen baldigen Starttermin.
Bevor
BOYHOOD
zum Favoriten avancierte, galt der deutsche Beitrag KREUZWEG von Dietrich Brüggemann als
verheißungsvollster Anwärter auf die wichtigste Trophäe der Berlinale. KREUZWEG porträtiert
die vierzehnjährige Maria, die in einer fundamentalistischen katholischen
Familie unterdrückt und seelisch missbraucht wird. Maria, deren ganzes Leben
vom Glauben beherrscht ist, gerät aus Angst vor Sünde und Ungehorsam auf einen
fatalen Weg. Ein in Zeiten der Wiederkehr gewisser religiöser Sehnsüchte sehr
aktueller Film, der aus nur 14 Einstellungen, die bis zu 15 Minuten lang sind,
besteht. Starr wie die fundamentalistischen Katholiken im Film, aber keineswegs
langweilig. Und auch wenn es einige Lacher im Kinosaal gab: Ein äußerst
bedrückender Film. KREUZWEG war mein fünfter von leider nur fünf
Filmen (bei vier Tagen Aufenthalt in Berlin).
Die
weiteren Filme, die ich während der Berlinale sehen konnte:
JACK von Edward Berger. Ein sehr sehenswerter
Film mit einem großartigen Hauptdarsteller, dem 11jährigen Ivo Pietzcker.
Ebenfalls im Wettbewerb. Auch wenn die Bären-Chancen gering sein dürften:
Dieser berührende Film hat mir sehr gefallen. Und vielleicht gibt es ja eine
Überraschung bei der Vergabe des Bären für den besten Darsteller ….
Mein
Film Nr. 2 war der kanadische Film QUE TA JOIE DEMEURE von Denis Côté. Klasse Experimentalfilm! Ich liebte schon seinen Film BESTIAIRE,
und auch dieses neue Werk überzeugt mich total. Aber dieser Film ist sicherlich
nicht nach jedermanns Geschmack. Nach der Vorführung dieses Films kam ich im
Cinestar IMAX auch noch in den Genuss des Q&A mit dem sympathischen
Regisseur. Mein Berlinale-Highlight!
Damian John HarpersLOS ÁNGELES war mein Film Nr. 3
bei der Berlinale (Forum). Ein Film über Jugendliche im ländlichen Süden
Mexikos. Eine Kamera, die immer in Bewegung ist, dokumentarisch anmutende
Bilder, beklemmende Atmosphäre. Thematisch sicher nichts Neues, aber gut
umgesetzt. Realistisch wirkende Bilder vom täglichen Überlebenskampf der
Menschen im Dorf Santa Ana del Valle (gedreht mit den lokalen Dorfbewohnern als
Darstellern).
Mein Film
Nr. 4 bei der Berlinale 2014: Benjamin
NaishtatsHISTORIA
DEL MIEDO, ein Gesellschaftsbild Argentiniens nach der Wirtschaftskrise
über Gated Communities und die, die draußen bleiben müssen bzw. nur zum
Arbeiten hinein dürfen. Ein Kunstfilm, bei dem sich die Puzzleteile nur langsam
zusammenfügen. Durchaus interessante Szenen, teils absurd und surreal, aber
insgesamt etwas anstrengend und die wohl gewünschte Erzeugung einer
bedrohlichen Atmosphäre gelingt eher nicht.
Alles, was ich außer der Berlinale noch tun wollte, habe
ich nicht geschafft. Die Fahrerei nimmt halt doch viel Zeit, zumal meine
Unterkunft (eine schöne Genossenschaftsgästewohnung) nicht wirklich günstig
lag. Aber während der Berlinale sollte die Berlinale für einen Filmfan ja auch
Vorrang haben ….
Und das „Berlinale-Dorf“ ist dann eben doch nicht so
groß: Ich bin mehreren Personen, die ich aus Hamburg kenne, begegnet …. Und ich
habe wieder viele sehr nette und hilfsbereite Berliner getroffen! Dieses Mal
gab es für mich auch kein nervendes (und erfolgloses) Anstehen an irgendwelchen
Kinokassen, da ich mir Tickets im Online-Vorverkauf sichern konnte. Da nimmt
man dann zwar das, wofür es noch Karten gibt, und muss auf so manchen Film, der
einen sehr interessierte hätte, verzichten, aber es schont die Nerven und spart
enorm Zeit.
Mein persönliches Fazit: Fünf Filme habe ich gesehen, die
mich nicht alle überzeugt haben (siehe oben), zwei äußerst interessante
Veranstaltungen mit Vertretern der Berliner Schule besucht, eine Ausstellung
(Installationen) angesehen, ein wenig Roter-Teppich-Atmosphäre geschnuppert und vier
wirklich schöne Tage in Berlin verbracht. Beim nächsten Mal bleibe ich zwei
Tage länger ….
Diesen Berlinale-Trailer habe ich während der vier Tage
in Berlin gefühlte 10.000mal gehört und gesehen und möchte ihn euch daher nicht
vorenthalten (zum Einbetten habe ich ihn leider nicht finden können).