Mittwoch, 13. März 2019

WAS UNS NICHT UMBRINGT am 17.4.2019 bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg


Sandra Nettelbeck (BELLA MARTHA) hat mit WAS UNS NICHT UMBRINGT einen feinfühligen Ensemblefilm in unserem schönen (im Film eher grauen) Hamburg gedreht. Melancholisch, aber immer wieder auch mit zartem Humor versehen, erzählt WAS UNS NICHT UMBRINGT die Geschichte des Therapeuten Max (August Zirner, Nebenfigur in BELLA MARTHA), auf dessen Couch unglückliche Hamburger mit (teils skurrilen) größeren oder kleineren Sorgen und Lebenskrisen landen. Doch auch Max plagen Probleme (er verliebt sich in eine Patientin) und da hilft auch der melancholischste Hund der Welt nicht, den er sich angeschafft hat und der bei Therapiesitzungen stets anwesend ist. Fazit: Man muss die Liebe zulassen und an sie glauben und natürlich auch ein wenig dafür tun.

Als Darsteller neben August Zirner u.a. vertreten: Barbara Auer (als Max‘ Exfrau), Bjarne Mädel und Jenny Schily (als Tierpfleger in Hagenbecks Tierpark), Mark Waschke (als einsilbiger Patient, der auf den Hund kommt) Johanna ter Steege (als spielsüchtige Frau, in die sich Max verliebt), Christian Berkel und Victoria Mayer (als Inhaber einer Bestattungsfirma), Deborah Kaufmann (als Schriftstellerin) sowie Oliver Broumis (als Pilot mit Flugangst).


„Geschmeidiger, glänzend besetzter Ensemblefilm über Hamburger Großstädter von Sandra Nettelbeck, der als eine Art Kaleidoskop aus Trauer, Wut, Hoffnung und Zuversicht die Kraft gemeinsamen Redens auslotet.“ Filmdienst 

„Eine melancholische Komödie mit leisem Humor und philosophischen Dialogen." Berliner Zeitung

„Sandra Nettelbeck präsentiert in WAS UNS NICHT UMBRINGT die emotionalen Höhen und Tiefen von Großstädtern als unendlich melancholisches Kaleidoskop aus Trauer, Wut, Hoffnung und Zuversicht, das von herausragenden Darstellern zum Leben erweckt wird." Filmstarts.de 

Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)


DaF am 17.4.2019 (19:00) im METROPOLIS Kino Hamburg:

WAS UNS NICHT UMBRINGT
Deutschland 2018
Regie: Sandra Nettelbeck
Lauflänge: 129 Minuten

Trailer + Fotos: © Alamode Film


Mittwoch, 13. Februar 2019

25 km/h am 13.3.2019 bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg


Die beiden Brüder Christian (Lars Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) treffen sich nach langer Zeit bei der Beisetzung ihres verstorbenen Vaters wieder. Das Wiedersehen der ungleichen Geschwister beginnt mit einem heftigen Streit auf dem Friedhof. Doch dann entschließen sich die beiden doch, die Mofa-Tour durch Deutschland nachzuholen, die sie als Jugendliche geplant hatten. Zu ihren Stationen gehören u.a. ein Weinfest mit Stepptanz-Auftritt, ein Hippie-Festival, ein griechisches Restaurant (wo sie sich durch die gesamte Speisekarte essen), ein Tischtennismatch um ihre Mofas, …. 

25 km/h ist auch in den Nebenrollen mit Alexandra Maria Lara, Franka Potente, Jella Haase, Jördis Triebel und Wotan Wilke Möhring hochkarätig besetzt.


Ein äußerst vergnüglicher Roadtrip von Deutschlands Süden bis an die Ostsee mit zwei erfrischend agierenden und toll harmonierenden Hauptdarstellern und einem starken Soundtrack (u.a. The Cure). Bjarne Mädel und Lars Eidinger erhielten am 30.1.2019 für ihre Rollen in 25 km/h den Ernst-Lubitsch-Preis.

„Lars Eidinger lässt nur mit Unterhose bekleidet auf dem Mofa die Sau raus, Bjarne Mädel kontert das mit herrlich trockenen Pointen, und das Rasseln der Zweitakter liefert dazu den perfekten Soundtrack. Das ist mal turbulent, mal melancholisch, aber am Ende vor allem sehr launig und entspannt. "25 km/h", das ideale Tempo für eine deutsche Komödie.“ NDR 


„Dabei gelingt Goller, der sein besonderes Faible für lebenstherapeutische Reisen zu zweit zuletzt in »SIMPEL« zelebriert hat, eine schöne Mischung aus nachdenklicher Tiefgründigkeit und luftig beschwingter Leichtigkeit. Die Chemie zwischen Lars Eidinger und Bjarne Mädel funktioniert so gut, dass man sich fragt, warum nicht schon längst mal jemand auf die Idee gekommen ist, die beiden zusammenzubringen.“ epd film 

Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)


DaF am 13.3.2019 um 19.00 Uhr im METROPOLIS Kino Hamburg:

25 km/h
Deutschland 2018
Regie: Markus Goller
Lauflänge: 116 Min.

Fotos und Trailer: © Sony Pictures

Mittwoch, 16. Januar 2019

Am 13.2.2019 bei DaF im Metropolis Kino Hamburg: IN MY ROOM


Armin (Hans Löw), ohne Beziehung in einer kleinen Wohnung in Berlin lebend und als Kameramann mehr schlecht als recht tätig, verweigert sich den typisch bürgerlichen Erwartungen, Familie und Karriere scheinen ihm so bedeutungslos zu sein wie ein soziales Leben. Als seine Großmutter im Sterben liegt, kehrt er in seine Heimat, den Landkreis Lippe (Ostwestfalen), zurück.

Am Morgen nach dem Tod der Großmutter wacht Armin in seinem Auto auf und muss feststellen, dass er offenbar der einzige verbliebene Mensch auf der Erde ist. Er streift eine gewisse Zeit durch Europa, lässt sich dann jedoch in seiner Heimat nieder und betreibt Ackerbau und Viehzucht und baut gar ein Wasserkraftwerk. Eines Tages jedoch taucht eine junge Frau auf.    

Ähnlich wie bei Julian Pölslers DIE WAND aus dem Jahr 2012 ist IN MY ROOM kein Endzeitdrama und zudem sollte man keine Erklärungen für das Verschwinden der Menschheit erwarten, das Köhler als Rahmen für ein Experiment zum Aufzeigen des Widerspruchs zwischen Freiheit und Geborgenheit nutzt. Wie schreibt Pandora Film so schön: Ein Film über das beängstigende Geschenk absoluter Freiheit.“



"Stell dir vor, du bist der letzte Mensch auf der Welt – was würdest du tun? Ulrich Köhlers Film ist ein faszinierendes Gedankenspiel über die Möglichkeiten und Grenzen der Freiheit.“ epd film 

“IN MY ROOM is a deadpan delight, a thoughtful treatise on human priorities and how much we can change without really changing.” Roger Ebert com 

„In My Room ist ein Film mit vielen Gesichtern: Ein realistischer Film über das Fantastische, eine philosophische Studie über Liebe, Einsamkeit und die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet; eine dystopische Utopie, ein leiser Thriller über das Ende der Welt und ihren Anfang. Ein Film, um zu staunen und sich selbst Fragen zu stellen: Wo wäre in diesem unwahrscheinlichen Falle, in einer ähnlichen Situation denn mein Platz in der Welt? Und: Muss ich wirklich darauf warten, dass so etwas geschieht? Oder beginne ich nicht lieber schon heute damit – auch mit dem Risiko zu scheitern?“ kino-zeit 


Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)

DaF im METROPOLIS Kino Hamburg am 13.2.2019 (19.00):

IN MY ROOM
Deutschland 2018
Regie: Ulrich Köhler
Lauflänge: 119 Min.

Fotos und Trailer: Pandora Film

Sonntag, 6. Januar 2019

#WinterOfMoon auf Arte


Arte bringt uns 6.1. bis zum 20.1.2019 im WINTER OF MOON auf den Mond, 50 Jahre nach Neil Armstrongs erstem Schritt auf unserem Trabanten. Gezeigt werden verschiedene Spielfilme, Dokumentationen und Konzerte.

Das tolle Spielfilmprogramm umfasst u.a. APOLLO 13 von Ron Howard, Duncan Jones‘ Zukunftsthriller MOON – DIE DUNKLE SEITE DES MONDES, Neil Jordans poetisches Horror-Märchen DIE ZEIT DER WÖLFE, Federico Fellinis DIE STIMME DES MONDES, Fritz Langs FRAU IM MOND und Georges Méliès‘ DIE REISE ZUM MOND.

Start ist am 6.1. um 20.15 Uhr mit APOLLO 13, gefolgt von Duncan Jones‘ Zukunftsthriller MOON – DIE DUNKLE SEITE DES MONDES (22.30), über den epd-film schrieb: „In Duncan Jones' Regiedebüt spielt Sam Rockwell einen Mann auf dem Mond, der eine Begegnung der besonderen Art mit sich selbst hat.  (…) Jones hat aus einem reichen Zitatschatz einen originellen und sympathisch unterproduzierten Science-Fiction-Film geschaffen. Der stärkste Einfluss stammt jedoch nicht aus dem Kino, sondern der eigenen Familie. Jones ist der Sohn von David Bowie, und der hat schon 1969 mit seinem Song SPACE ODDITY der Einsamkeit des Raumfahrers ein melancholisches Denkmal gesetzt.“ 



Und noch schöner in diesem PDF-Flyer

Dienstag, 1. Januar 2019

Ein frohes neues Jahr!


Wir wünschen ein frohes und gesundes neues Jahr!

Auch für die alte (wunderschöne) Dame auf unserem Bild, der wir Erholung, menschlichen Respekt und vernünftiges menschliches Handeln wünschen. Schluss mit der Naturvergessenheit. Lösungsvorschläge hat Ernst Ulrich von Weizsäcker vom Club of Rome. Das kann man hier bei SR 3 nochmals anhören. 



Montag, 10. Dezember 2018

Unser Dankeschön an alle Besucher von DaF!



Für uns war’s das schon in diesem Jahr mit unserer Filmreihe DaF (Deutsch als Fremdsprache – Deutsch als Filmsprache) im METROPOLIS Kino. Und es hat uns erneut sehr viel Spaß gemacht.

Wir danken allen Besuchern von DaF im METROPOLIS Kino und hoffen, Sie und euch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können. Am 16. Januar 2019 geht es wieder los mit DaF.  

Kommen Sie gut ins neue Jahr!

Donnerstag, 6. Dezember 2018

DER VORNAME im Januar 2019 bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg


Darf man in Deutschland sein Kind Adolf nennen? In Sönke Wortmanns Gesellschaftskomödie DER VORNAME kündigt der Unternehmer Thomas (Florian David Fitz) beim Besuch seiner Schwester Elisabeth (Caroline Peters) und deren Ehemann, dem Literaturprofessor Stephan (Christoph Maria Herbst), an, er und seine Freundin Anna wollten genau das tun. Ein gemütlich geplantes Abendessen wird zu einem bitterbösen Streitgespräch, in das auch der Familienfreund René und Anna hineingezogen werden. Es geht um Jugendsünden, Kindererziehung, die richtigen Lebensformen, Politik. Sie werfen einander all das vor, was sie zwar schon immer gedacht haben, aber vielleicht nie ausgesprochen hätten. Wir Zuschauer jedoch können uns genüsslich zurücklehnen und uns herrlich amüsieren. Denn wie epd film anmerkte: „Schöner wurde in deutschen Komödien selten gestritten.“ 

DER VORNAME basiert auf dem französischen Theaterstück LE PRÉNOM, das in Frankreich im Jahr 2012 von Alexandre De La Patellière und Matthieu Delaporte verfilmt wurde. Sönke Wortmann hat seinen Film auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten, wo der Vorname Adolf natürlich nochmals eine ganz besondere Bedeutung erlangt.


Wissenswertes: Laut dem Namenkundlichen Zentrum in Leipzig wurde der Vorname Adolf zwischen 2006 und 2013 in Deutschland dreizehnmal vergeben.

„Kaum eine Frage an werdende Eltern ist heikler als die nach dem Namen für den Nachwuchs. Doch was passiert, wenn das Kind "Adolf" heißen soll? In Sönke Wortmanns neuem Film "Der Vorname" laufen Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz und Caroline Peters zur Höchstform auf. Für seine filmische Adaption des Theaterstücks "Le Prénom" versetzt Regisseur Sönke Wortmann die Handlung aus der Pariser Bourgeoisie ins deutsche Gutbürgertum.“ SWR 


"Im Laufe ihres Zanks machen alle Figuren Argumente und strategische Schachzüge, die ihrem Klischee entsprechen – und welche, die ihm klar widersprechen. Dadurch gewinnen alle Streithähne an Identifikationspunkten – und dieses „Wie, jetzt bin ich auf dessen Seite?“-Gefühl, das „Der Vorname“ so auslöst, hat in der heutigen, entmenschlichten Streitkultur durchaus Wert. Fazit: In „Der Vorname“ fliegen die verbalen Fetzen, und das Ensemble hat ansteckende Freude daran: Filmreif ausgeleuchtet und flott erzählt macht Sönke Wortmann aus einem französischen Theaterstück eine sehr deutsche, dennoch sehr lustige Film-Angelegenheit.“ Wessels Filmkritik 


„Ein großes Vergnügen ist diese Adaption eines französischen Stücks, das mit seiner Ausgangsidee, den natürlich gerade in Deutschland aus offensichtlichen Gründen verpönten Vornamen Adolf wiederzuentdecken, geradezu nach einer deutschen Adaption verlangt hat. Die hat nun Sönke Wortmann in seinem besten Film seit Jahren erfolgreich vorgelegt.“ Programmkino 

Am 16.1.2019 (19.00) bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg:

DER VORNAME
Deutschland 2018
Regie: Sönke Wortmann
Lauflänge: 91 Min.

Fotos und Trailer: obs/Constantin Film